Zweibrücken Fünf Tote bei Verkehrsunfällen

Fünf Tote gab es im vergangenen Jahr bei Verkehrsunfällen im Stadtgebiet. 158 Personen wurden verletzt, 19 davon schwer. 2017 gab es einen Verkehrstoten und 159 Verletzte, davon 28 schwer Verletzte. Das teilt die Polizei mit.
Bei zwei der Toten vom vergangenen Jahr handelte es sich um ein älteres Ehepaar, das im Januar in Ixheim überfahren wurde. Ein 44-jähriger Autofahrer übersah den 79-jährigen Mann und seine 82-jährige Ehefrau, als er gegenüber dem Nagelwerk, von Ixheim kommend, nach links auf die Autobahn Richtung Saarland abbiegen wollte. Er erfasste die beiden Fußgänger, die die Straße überqueren wollten; sie wurden auf die Fahrbahn geschleudert. Die Frau erlag am selben Tag ihren schweren Verletzungen, der Mann starb Tage später im Krankenhaus. Im März kam ein 29-Jähriger auf der Autobahn 8 bei Contwig ums Leben. Er war frühmorgens mit seinem Auto von Pirmasens in Richtung Saarland unterwegs, als er aus ungeklärter Ursache von der Fahrbahn abkam und gegen einen Brückenpfeiler prallte. Anschließend lief er laut Polizei auf die Fahrbahn, um die Autobahn zu überqueren. Dabei wurde er von einem Lieferwagen erfasst und tödlich verletzt. Ein 13-Jähriger starb im Juli bei einem Unfall auf der A 8. Der Junge war mit seinem 37-jährigen Stiefvater auf einem Motorrad unterwegs, als ein Auto von hinten auffuhr und das Motorrad erfasste, das stürzte und gegen die Leitplanke prallte. Der 13-Jährige war sofort tot, sein Stiefvater erlitt Knochenbrüche. Der Unfallverursacher – nach dem bundesweit gefahndet wurde, unter anderem in der Sendung „Aktenzeichen XY ungelöst“ – wurde bis heute nicht gefunden. Laut Zeugen handelte es sich um ein weißes Auto, mutmaßlich eine Mercedes-Limousine der E-Klasse. Ein 31 Jahre alter Mann aus Zweibrücken kam wenige Tage vor Weihnachten bei einem Unfall in der Oselbachstraße ums Leben. Der Mann fuhr, aus Richtung Lützelstraße kommend, gegen eine Hausecke. Der Aufprall war so heftig, dass der 31-Jährige, der alleine im Auto saß, noch an der Unfallstelle starb. Insgesamt wurden 2018 im Stadtgebiet 1289 Unfälle von der Polizei aufgenommen. 2017 waren es 1327 gewesen. Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Fahrerflucht lag im vergangenen Jahr mit 368 Fällen um zwölf höher als 2017. Verbessert werden konnte laut Polizei die Aufklärungsquote. Sie lag bei 50,3 Prozent, 2017 waren es 46,9 Prozent. „2018 konnten 185 Unfallfluchten aufgeklärt werden, so viele wie noch nie“, so Matthias Mahl, Leiter der Polizeiinspektion Zweibrücken. Die häufigste Unfallursache war mangelnder Abstand, gefolgt von falschem Wenden und Rückwärtsfahren sowie zu hoher Geschwindigkeit. Das zu schnelle Fahren hat laut Mahl die schlimmsten Folgen: 2018 gab es deshalb die genannten fünf Toten, außerdem vier Schwerverletzte und 27 Leichtverletzte. In der Risikogruppe junge Fahrer nahm der Anteil am Unfallaufkommen laut Mahl gegenüber 2017 leicht zu. „Erfreulich ist aber, dass nur noch bei 46 von 311 Unfällen in dieser Gruppe Personen zu Schaden kamen.“ 2017 seien bei 310 Unfällen mit jungen Fahrern 59 Menschen verletzt worden.