Zweibrücken Fünf Sieger auf der zweiten Trofeo-Etappe
«BLIESKASTEL.» Das gab’s auch noch nicht bei den 31. Auflagen der Trofeo: Auf der zweiten Etappe des Junioren-Radrennens LVM Saarland Trofeo durch den Bliesgau gab es gestern keinen Sieger – sondern fünf. Der Grund: Zwei Kilometer vor dem Ziel stürzte ein holländischer Fahrer schwer, das Rennen musste unterbrochen werden. Danach durfte eine zuvor fünfköpfige Ausreißergruppe in der ersten Reihe weiterfahren, das Quintett und das Peloton rollten gemeinsam neutralisiert über die Ziellinie.
Gestürzt war bei dem Rennen des UCI Nations’ Cup der Niederländer Bas van Belle 2000 Meter vor dem Ziel so schwer, dass er sogar mit dem Hubschrauber in eine Saarbrücker Klinik geflogen werden musste. „Ich hab’ daraufhin, nach Absprache mit einigen Teamleitungen, das Rennen erst einmal unterbrochen, bis die Polizei die Strecke geräumt hatte“, erklärte Kommissär Albert Müller aus Contwig später die Situation. Der Rennleiter entschloss sich dann dazu, die fünfköpfige Ausreißergruppe mit dem Deutschen Pirmin Benz, dem US-Amerikaner Kevin Vermaerke, dem Franzosen Louis Barre, dem Tschechen Karel Vacek und dem Norweger Ludvig Fischer Aasheim an die Spitze des Feldes zu stellen und sie gemeinsam mit dem Hauptfeld neutralisiert ins Ziel fahren zu lassen. Die Fünfergruppe hatte sich etwa zur Hälfte des Rennen nach und nach abgesetzt und sich zwischenzeitlich bis zu einer Minute Vorsprung erarbeitet. „Wir hatten Angst, dass es sonst noch mal zu Stürzen gekommen wäre“, erklärte Rennleiter Müller, warum er das Rennen kurz vor dem Ziel nicht noch einmal freigeben wollte. Es gab für die fünf Sieger allerdings nicht die übliche Zeitgutschrift von zehn Sekunden. Die je drei Sprint- und Bergwertungen der 99 Kilometer langen gestrigen Etappe von Ormesheim nach Blieskastel-Altheim seien dagegen ausgefahren worden und hätten daher Bestand, so Müller. Im grünen Trikot des Gesamtführenden startet damit erneut der Sieger der Auftaktetappe, der Däne Frederik Wandahl, der am Donnerstag der Schnellste auf den 110 Kilometern von Neunkirchen nach Münchwies war. Heute steht die traditionelle Pfalzetappe an: Von Homburg geht es in vier Runden 80 Kilometer über Kirrberg, Mörsbach und Käshofen über die Strecke des Homburger Motorsport-Bergrennens zurück nach Homburg. Und abends müssen die Fahrer noch beim Einzelzeitfahren (14 Kilometer) in Medelsheim ran.