Zweibrücken Fünf-Millionen-Euro-Betonshelter werden nicht mehr für Flüchtlinge genutzt

In den Betonhäuschen auf dem Flugplatzgelände wohnten 2016 wenige Flüchtlinge für wenige Wochen.
In den Betonhäuschen auf dem Flugplatzgelände wohnten 2016 wenige Flüchtlinge für wenige Wochen.

2015 kaufte das Land für rund fünf Millionen Euro Behelfsunterkünfte aus Beton, so genannte Shelter, für Geflüchtete. Diese werden in der aktuellen Flüchtlingswelle aus der Ukraine nicht reaktiviert. Das Land hat sie 2018 der Bundespolizei geschenkt, und der Bund sagt: Sie taugen wegen ihres Alters und der Ausstattung nicht zur Unterbringung von Menschen. Der Bonner Ingenieur, der die Betonshelter entworfen hat, widerspricht: Die Häuschen seien als Notunterkunft nach wie vor geeignet. In Zweibrücken stehen 40 der Betonshelter leer auf einem Firmengelände, der Bund zahlt monatlich Miete. 60 weitere Shelter, die das Land 2015 für Bad Neuenahr-Ahrweiler gekauft hatte, werden inzwischen bei der Bundespolizei St. Augustin (Nordrhein-Westfalen) als Büros und Lager genutzt.

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