Tischtennis RHEINPFALZ Plus Artikel Erleichterung bei Riedelberger Oberliga-Damen nach Saisonabbruch

Ist jetzt auch Geschichte: Die Tischtennis-Oberliga-Runde unter Corona-Bedingungen, hier mit Riedelbergs Julia Dieter.
Ist jetzt auch Geschichte: Die Tischtennis-Oberliga-Runde unter Corona-Bedingungen, hier mit Riedelbergs Julia Dieter.

Nichts anderes war zu erwarten: Nach dem Pfälzischen Tischtennis-Verband hat nun auch der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) den Mannschaftsspielbetrieb für die Saison 2020/21 eingestellt. Davon betroffen sind die Damen des TTC Riedelberg in der Oberliga Südwest. Die Enttäuschung darüber hält sich bei Julia Dieter und Co. letztlich aber in Grenzen.

Das DTTB-Präsidium hat beschlossen, den Mannschaftsspielbetrieb der Spielzeit 2020/21 in den 2. und 3. Bundesligen sowie in den Regional- und Oberligen der Damen und Herren zum 16. Februar wegen der anhaltenden Corona-Krise abzubrechen. „Ich finde, es hat keinen Sinn weiterzuspielen. Andere Sportarten haben auch abgebrochen. Es hat ohnehin keinen Spaß gemacht, unter diesen Gegebenheiten zu spielen, und es hätte auch von März bis Mai keinen Spaß gemacht“, meinte Riedelbergs Top-Spielerin Elena Süs unlängst schon zur Saisonfortsetzung.

Bekommt Riedelberg einen Anfrage zur Regionalliga-Teilnahme?

Die Spielzeit 2020/21 wird nun in diesen Ligen für ungültig erklärt und damit so behandelt, als hätte sie nicht stattgefunden. Die Saison der Profiligen, der TTBL und der 1. Damen-Bundesliga, kann nach derzeitigem Stand planmäßig zu Ende geführt werden. Eine Problem könnte sich ergeben, wenn Vereine, die eigentlich in eine Spielklasse eingeteilt werden, ihre Mannschaft zurückziehen und dann Plätze in dieser Liga frei werden. „Das ist eine sehr schwierige Frage. Was da der Maßstab sein kann, ist nicht leicht zu beantworten“, sagt Riedelbergs Julia Dieter. Hier verspricht jedoch der DTTB schnelle Gewissheit.

Dass auf die Riedelberger eine Anfrage zur Teilnahme an der Regionalliga Südwest zukommt, scheint nicht ganz unwahrscheinlich, da die Mannschaft in der vielleicht maßgeblichen Saison 2019/20 einen der Spitzenplätze in der Oberliga Südwest belegte. Elena Süs schloss einen Aufstieg zuletzt allerdings kategorisch aus.

Freude darüber, die Saison nicht in wenigen Wochen durchprügeln zu müssen

„Ich bin positiv gestimmt bei dieser Entscheidung des DTTB. Es ist gut, dass wir nicht in wenigen Wochen die Saison durchprügeln müssen“, sagt Julia Dieter indes erleichtert. Eine Weiterführung der Saison hätte sie nicht zwingend als gut empfunden, da sie wie Elena Süs auch, noch den Tennisschläger schwingt und sich beide Spielzeiten bei einer Verlängerung der Tischtennisrunde möglicherweise überschnitten hätten.

Die Hoffnung, was den kleinen weißen Plastikball angeht, ruht inzwischen nicht auf dem Spiel-, sondern vielmehr auf dem Trainingsbetrieb. „Ich hatte mit dieser Saison schon abgeschlossen. Das hat von Anfang an null Spaß gemacht. Mit der Unterbrechung war für mich eigentlich klar, dass es nicht mehr weitergehen wird. Wir hoffen aber, dass wir bald wieder trainieren können und wollen uns dann auf die Saison 2021/22 vorbereiten“, erklärt Dieter.

Nächstes Ziel: einfach mal wieder normal trainieren

Wie die nächste Saison vonstatten gehen könnte, das vermag sich Grundschullehrerin Dieter noch nicht so recht vorzustellen. „Ich könnte mir vorstellen, dass sie gespielt wird wie jede andere“, meint die Angriffsspielerin. Eine Modifizierung des Saisonablaufs mit zwei Einfachspielrunden innerhalb einer Spielzeit, durch die sportlich ambitionierten Teams ermöglicht werde, die verlorene gegangene Saison aufzuholen und gleich zwei Ligen nach oben aufzusteigen, sieht sie durchaus kritisch. „So etwas kann auch nach hinten losgehen. Wenn eine Mannschaft einen verletzten Spieler hat, dann steigt sie vielleicht auch ab.“

Dieters erstes Ziel ist hingegen, sich mal wieder mit ihrer Mannschaft zu treffen. „Es wäre schön, wenn wir uns einfach mal wieder austauschen und trainieren können. Danach wollen wir einfach eine solide Runde spielen“, umreißt die Oberliga-Spielerin ihre Zukunftspläne mit dem TTC Riedelberg.

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