Blickpunkt: 50 Jahre HHG in St. Valentin
Erinnerungen ehemaliger Schüler und Lehrer des Zweibrücker Helmholtz-Gymansiums an Südtirol
In diesem Jahr wäre das Zweibrücker Helmholtz-Gymnasium im Januar zum 50. Mal zu einer Schulskifahrt nach St. Valentin im italienischen Südtirol aufgebrochen. Etwa 5000 HHG-Schüler waren hier über die Jahre zum Skilaufen. Wegen der Corona-Pandemie musste die Fahrt der Achtklässler 2021 aber ausfallen – zum ersten Mal in 50 Jahren. Die RHEINPFALZ hatte in Zusammenhang mit der Berichterstattung über das Jubiläum vor knapp zwei Wochen die Leser dazu aufgerufen, ihre Eindrücke in Wort und Bild zu schildern und uns zuzuschicken. Den zweiten Teil des Einsendeergebnisses sehen Sie hier.
Stefan Krug und Arne Eis vom Deileisterhof in Zweibrücken waren beide auch als Schüler des Helmholtz-Gymnasium in St. Valentin, der eine 1982, der andere 1986. „Bei unserer Ankunft in St. Valentin war noch sehr wenig Schnee vorhanden“, erinnert sich Stefan Krug. Der „Hasenlift“ sei daher nicht befahrbar gewesen, die ersten Schritte auf Skiern hätten die Anfänger daher auf einer angrenzenden Wiese (Krug lachend: der Idiotenhügel) neben dem „Haus Lärchenhain“ gemacht. Immerhin: Gegen Ende der Woche verfrachtete Wirt Wolfgang Egger als Skilehrer auch Stefan Krug und seine Anfängergruppe auf den Seebodenlift. Auch das hat Krug noch genau vor Augen: „Bei dem steilen Lift und der Piste hatte ich Schiss ohnegleichen.“
Der große Schneefall hätte dann am Ende der Woche eingesetzt. „Da fiel so viel Schnee, dass die Gruppe, die uns ablösen sollte erst spätabends statt mittags ankam. Und weil der Reschen- und der Fernpass zu waren, mussten wir über den Brenner nach Hause fahren. Da hat die ganze Nacht gedauert“, sagt Krug.
Als Arne Eis vom Deileisterhof 1986 in St. Valentin war, war es wieder genau umgekehrt: Schnee in Massen. „Da lag so viel Schnee, dass wir vom ersten Stock der Pension Egger aus dem Fenster springen konnten“, weiß Eis noch. Und zur Pension, wo die Helmholtz-Gruppe damals noch gegessen hat, führte nur ein schmaler Pfad, während sich rechts und links jeweils Schnee in bestimmt 2,50 Meter Höhe lag. Und kalt war es: „An der Gipfelstation war es an einem Tag minus 30 Grad. Da sind wir zur verlängerten Mittagspause in der Hütte eingekehrt und haben nachmittags nur noch eine Abfahrt gemacht“, erinnert sich Eis. Unvergessen bleibt für ihn auch die nächtliche Schlittenfahrt vom Plagötthof ins Tal. Heute ist der Hof das regelmäßige Ziel der Nachtwanderung mit den Schülern, die Rodelbahn ist jetzt hinter dem „Hotel Lärchenhain“, rund um die Trasse des früheren „Hasenlifts“.