Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Erfolgreicher Auftakt für SV 64 Zweibrücken in der Handball Oberliga.

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Zum Saisonauftakt der Handball-Oberliga gewann der SV 64 Zweibrücken am Samstag bei der VTV Mundenheim mit 21:20 (11:12). Christopher Huber erzielte 13 Sekunden vor Schluss mit seinem sechsten Treffer zum 21:19 die Entscheidung in einem vor allem von den Abwehrreihen bestimmten Spiel.

„Wer am Ende mit einem Tor vorne liegt, hat immer glücklich gewonnen“, sagte SV-Trainer Stefan Bullacher. Er war nach dem Schlusspfiff aufs Feld gestürmt, umarmte Huber und feierte im Anschluss so ausgelassen als wäre schon die Meisterschaft gewonnen. Es war Ausdruck der enormen Anspannung und Intensität, die beide Mannschaften in den 60 Minuten zuvor aufgebaut hatten. „Spielerisch hatten sicherlich beide noch Luft nach oben, aber in Sachen Intensität und Einsatz in der Abwehr war das schon ziemlich am oberen Limit“, fasste Bullacher die Partie zusammen.

Dabei hatten zunächst die Gastgeber leichte Vorteile und legten durch Benjamin Treiber und den starken Yannick Muth ein 2:0 (3.) vor – eine von nur vier Gelegenheiten, bei denen mehr als ein Treffer zwischen beiden Mannschaften lag. Zweibrücken benötigte knapp fünf Minuten und eine Überzahl bis zum ersten Treffer durch Tim Schaller. Ab dann begann das zähe Ringen mit wechselnden Vorteilen, bei dem nur Nuancen am Ende den Unterschied ausmachten.

Zunächst schien es, als würden Kleinigkeiten die Schale zu Gunsten der Mundenheimer neigen. So musste der bis dahin ordentlich haltende Zweibrücker Marko Ivankovic kurz vor der Pause mit Magenkrämpfen das Tor räumen (24.). So drehten die VTV ein 6:8 (19.) zur knappen Pausenführung und erwischten auch nach der Pause den besseren Start. Gerade einmal drei Treffer gelangen den Gästen in der Viertelstunde nach dem Seitenwechsel.

Zwar brannten auch die Mundenheimer nicht gerade ein Offensivfeuerwerk ab, aber sie legten immerhin ein 16:14 (46.) vor – und verpassten dennoch die Vorentscheidung. Die hatte zunächst Daniel Thielmann im Gegenstoß auf der Hand. Dann scheiterten Simon Schleidweiler und Jan Zentgraf an Benedikt Berz. Der Frust der jungen VTV-Mannschaft entlud sich in einer Strafzeit gegen Schleidweiler. In Überzahl glich Zweibrücken wieder aus (17:17, 52.). Die Entscheidung wurde bis in die Schlussminuten vertagt.

Und hier hatte der SV 64 den längeren Atem. Huber traf zunächst zur ersten Führung im zweiten Durchgang (58.) und als Schaller 51 Sekunden vor dem Ende auf 18:20 erhöhte, schien die Partie entscheiden. War sie aber nicht, denn Simon Schleidweiler benötigte nur 14 Sekunden, um erneut zu verkürzen. Bei angezeigtem Zeitspiel war es dann Huber, der die endgültige Entscheidung besorgte. „Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen, aber manchmal fehlt eben auch ein wenig das Glück“, haderte Andreas Reckenthäler als Trainer der Gastgeber und sah frustriert auf den Zweibrücker Jubel.

So spielten sie

VTV: Klein, Kunz (zwei Siebenmeter) – Yannick Treiber (6/4), Muth (5), Simon Schleidweiler (3) – Pönisch, Benjamin Treiber (3) – Hopp – Zentgraf (1), Binnes, Aaron Schleidweiler (1), Thielmann (1), Schmieder.

SV 64 Zweibrücken: Ivankovic, Berz (ab 24.) – Bayer (4), Eisel (1), Huber (6) – Hammann, Schaller (9/4) – Grieser – Schwarzer, Dettinger, Zellmer (1), Ihl, Alt, Wöschler

Spielfilm: 5:5 (14.), 6:8 (19.), 10:10 (27.), 12:11 Hz., 14:14 (43.), 16:14 (46.), 18:19 (58.), 20:21 Ende – Zeitstrafen: 4:5 – Siebenmeter: 4/4 – 4/4 – Beste Spieler: Muth, Simon Schleidweiler – Huber, Bayer - Zuschauer: 250Schiedsrichter: Fellinghauer/Schmidt (Weisenau).

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