Tischtennis RHEINPFALZ Plus Artikel Elena Süs vom TTC Riedelberg plädiert für Saisonabbruch

Mit möglicherweise noch angesetzten Blockspieltagen verlören Elena Süs und ihr TTC Riedelberg das Heimrecht in einigen Spielen.
Mit möglicherweise noch angesetzten Blockspieltagen verlören Elena Süs und ihr TTC Riedelberg das Heimrecht in einigen Spielen.

Scheibchenweise nähern sich die Tischtennisverbände dem Saisonabbruch. In der vergangenen Woche wurde das Aussetzen der Spielrunde wegen der Corona-Pandemie verlängert. Für die Oberliga-Damen des TTC Riedelberg steht nun zumindest fest, wie der weitere Saisonverlauf aussehen könnte.

Der Pfälzische Tischtennis-Verband (PTTV) beschloss Anfang vergangener Woche, dass bis zum 28. Februar nicht wieder gespielt wird. Der PTTV teilte mit, dass er „in den nächsten Tagen darüber beraten werde, welcher Starttermin für die ohnehin auf eine Halbrunde gekürzte Saison infrage kommt“. „Es geht hier nicht um Geld. Es bricht keine Welt zusammen, wenn wir nicht spielen können“, meint Riedelbergs Top-Spielerin und Mannschaftskapitän Elena Süs dazu und sieht die Planungen der Verbände durchaus kritisch.

Bis 28. Februar auf jeden Fall noch Spielpause

Wie der PTTV plant nun auch der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) die weiteren Abläufe. In den Spielklassen von der Oberliga, in der auch die Damen des TTC Riedelberg in der Südwest-Staffel aktiv sind, bis zur 1. Bundesliga, hat sich das DTTB-Präsidium Gedanken gemacht, wie es weitergehen kann. Die weit nach hinten geschobene Entscheidung wurde auch damit begründet, das der Bundesverband die jüngste Entscheidung der Politik im Bezug auf das Coronavirus abwarten wollte.

Daraufhin hatte Michael Binz, Spielleiter der Oberliga Südwest, mitgeteilt, dass die Unterbrechung des Spielbetriebs der Regional- und Oberligen bei den Damen und Herren bis zum 28. Februar verlängert wird. Mit der Folge, dass alle bis dahin angesetzten Mannschaftskämpfe auf einen unbestimmten Zeitpunkt verlegt werden. Bisher war geplant, die Spielrunde ab dem 20. Februar in Form einer Einfachrunde weiterzuführen. Die nun neue Vorgehensweise des DTTB führt dazu, dass die Riedelberger Partien gegen die TSG Zellertal, den TTC Winnweiler und die ASG Altenkirchen erneut abgesetzt wurden und verlegt werden müssen.

Blockspieltage als ein mögliches Szenario

„Bis 8. März wird das DTTB-Präsidium zudem eine Entscheidung treffen und kommunizieren, ob die Aussicht besteht, die Spielzeit 2020/21 in der Form fortzusetzen, dass die noch ausstehenden Mannschaftskämpfe der bereits beschlossenen Einfachrunde bis zum 9. Mai ausgetragen werden oder alternativ die Spielzeit abgebrochen wird“, berichtet der DTTB in einer der RHEINPFALZ vorliegenden Mitteilung an die Vereine.

Weiterhin plant der Tischtennis-Dachverband, bis zum 9. Mai möglicherweise Blockspieltage in Betracht zu ziehen. Die würden mehrere Mannschaftskämpfe verschiedener Teams an einem, möglicherweise neutralen Ort beinhalten. Es könnte dann sein, dass einzelne Mannschaften mehrere Spiele an einem Wochenende bestreiten müssen, also durchaus mehr als zwei Spiele an einem Samstag und Sonntag. Auch das Heimrecht der Riedelberger Damen würde so wohl entfallen. Als Termine für die Blockspieltage stehen der 24. und 25. April, 1. und 2. Mai sowie der 8. und 9. Mai im Raum. „Das macht in meinen Augen keinen Sinn. Es sind dann zu viele Leute vor Ort. Es geht zwar auch um den Sport, aber Spaß würde das nicht wirklich machen“, kommentiert Elena Süs diesen Vorschlag.

Süs: „Wir werden definitiv nicht aufsteigen“

Der Meldetermin für die Spielzeit 2021/22 wird indes auf den 15. April verschoben. „Sollte nach Ende dieser Frist die Sollstärke einer Bundesliga-Gruppe nicht erreicht werden, ist es weiteren Vereinen, die das Recht auf den Direktaufstieg erworben haben oder im Zuge der Auffüllreihenfolge für die nächsthöhere Spielklasse berücksichtigt werden würden, möglich, genannte Teilnahme- und Verpflichtungserklärung bis zum 15. Mai einzusenden“, teilt der DTTB mit. „Wir werden definitiv nicht in die Regionalliga aufsteigen“, schiebt Süs da für ihre Mannschaft allen Spekulationen aber einen Riegel vor.

„Ich finde, es macht keinen Sinn weiterzuspielen. Andere Sportarten haben auch abgebrochen. Es hat ohnehin keinen Spaß gemacht, unter diesen Gegebenheiten zu spielen, und es wird auch von März bis Mai keinen Spaß machen“, unterstreicht Süs ihre Meinung. Die Möglichkeit, wieder aktiv Tischtennis zu spielen, sieht sie erst ab der Saison 2021/22 als gegeben an.

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