Schulsport RHEINPFALZ Plus Artikel Ein Ziel der Zweibrücker Hofenfels-Mädchen: Nicht gegen das Saarland verlieren

Ganz stolz im Landes-Outfit: Mit dieser U16-Tischtennis-Truppe schlägt das Zweibrücker Hofenfels-Gymnasium beim Bundesfinale des
Ganz stolz im Landes-Outfit: Mit dieser U16-Tischtennis-Truppe schlägt das Zweibrücker Hofenfels-Gymnasium beim Bundesfinale des Schulsportwettbewerbs »Jugend trainiert für Olympia« in Berlin auf. Zum HFG-Team gehören (von links): Paula Eschmann, Hannah Theobald, Mila Haufschild, Lena Grünbauer, Nele Oldenburger und Elisabeth Zimmermann. Es fehlt die beim Fototermin verhinderte Paula Huber.

Es ist gleich ein doppeltes Jubiläum, und die HFG-Tischtennis-Mädchen sind dabei. In Berlin trifft das Zweibrücker Team auch eine Ausnahmekönnerin seines Sports.

Es ist das 50. Frühjahrsfinale des Wettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ und sogar das 150. Bundesfinale insgesamt. Die sieben Hofenfels-Mädchen samt ihren betreuenden Lehrern Alexander Stengel und Ulrike Pleger gehören zu den rund 3400 Teilnehmern aus 358 Schulmannschaften, die in dieser Woche in Berlin 24 Titel in neun Sportarten ausspielen. Am Dienstag macht sich die Hofenfels-Truppe auf den Weg von Homburg in die Bundeshauptstadt, von 7 bis 15 Uhr ist als Reisezeit mit der Bahn mal angepeilt.

„Bei der Ankunft im Berliner Hauptbahnhof stellen wir uns dann erstmal in der Zickzacklinie am Stand der Deutschen Schulsportstiftung, wo wir all unsere Unterlagen bekommen“, sagt Alexander Stengel. Der Lehrer für Mathematik und Informatik und Tischtennisspieler des TV Höheinöd hat am Hofenfels-Gymnasium (HFG) seinen Vater Karl-Otto als Berlinfahrer beerbt, der früher auch mit einigen HFG-Tischtennisteams zum Bundesfinale gefahren war. Vom Hauptbahnhof geht’s dann weiter ins Meininger-Hotel am Tiergarten.

Sogar ein echter WM-Pokal ist vor Ort

Die Trainingsjacken des Landes Rheinland-Pfalz, die sich die HFG-Mädchen als Landessieger der Wettkampfklasse III (U16, Jahrgang 2009 und jünger) Anfang Februar in der eigenen Halle mit dem 5:0-Sieg gegen das Gymnasium Nieder-Olm erspielt hatten, haben sie schon vorher bekommen. „Die sind in Schwarz-Weiß gehalten. Ich glaube, die haben ihnen ganz gut gefallen. Sie haben sie jedenfalls gleich mal angezogen und sind damit über den Schulhof stolziert“, berichtet der 39-jährige Stengel schmunzelnd.

Wie groß der Stellenwert des „Jugend-trainiert“-Bundesfinales ist, zeigt die Tatsache, dass mit Basketballer Johannes Thiemann, Kapitän des Bundesligisten Alba Berlin, ein echter Weltmeister samt WM-Pokal zur offiziellen Pressekonferenz am Donnerstag vorbeischaut. Auch die HFG-Mädchen dürfen in ihrer Sportart im Horst-Korber-Sportzentrum einen Star bewundern. Josi Neumann ist erst 14 Jahre alt, gab aber schon mit zwölf Jahren ihr Bundesliga-Debüt und ist aktuell Dritte der U15-Weltrangliste. Die Schülerin der Frankfurter Carl-von-Weinberg-Schule tritt allerdings in der älteren Wettkampfklasse II (2007 und jünger) an, es wird also keine direkten Aufeinandertreffen mit den HFG-Girls geben.

Vorrunde gegen Hamburg, Bremen, Brandenburg

Die bekommen es am Mittwoch in der Vorrunde ab 9.15 Uhr in drei Spielen mit der STS Finkenwerder Hamburg, dem Hedwig-Bollhagen-Gymnasium Velten (Brandenburg) und der Oberschule Findorff Bremen zu tun. Von ihrem Hotel bis zum Sportzentrum ist die Mannschaft laut Stengel eine gute halbe Stunde unterwegs. „Die Spielstärken der Teams aus den anderen Bundesländern kennen wir gar nicht“, erklärt Alexander Stengel. Alle Mannschaften der vier Vierergruppen kommen weiter, am Donnerstag werden dann die einzelnen Platzierungen ausgespielt sowie die Viertel- und Halbfinals und das Endspiel ausgetragen.

„Es spielen immer erst zwei Doppel über Kreuz, da müssen auch die vier vom QTTR-Wert stärksten Spielerinnen eingesetzt werden, danach gibt es sechs Einzel“, erläutert Stengel den Modus. Steht es danach unentschieden, muss ein Schlussdoppel ran. Die Positionen eins bis vier müssen so bleiben wie gemeldet. „Ab Position fünf kann man wechseln. Wir lassen die Positionen eins bis fünf stehen und wechseln dahinter“, sagt Stengel. „Wir wollen nicht Letzter werden und vor allem nicht gegen das Saarland verlieren. Vergangenes Jahr waren wir Zehnter, in der Preiskategorie sehen wir uns wieder“, gibt Stengel als Ziel vor.

Ziel der Preiskategorie: Platz zehn

Zeit für Berlin bleibt natürlich auch: „Wir besuchen gleich am Dienstagabend die Theatershow ,Falling in Love’ im Friedrichstadt-Palast“, erzählt er. Am Freitag mache man sicher einen Abstecher zum Brandenburger Tor und zum Bundestag. „Und ein bisschen shoppen wollen die Mädchen ja auch noch“, betont Stengel. Am Freitagabend steige dann die große Abschlussveranstaltung von „Jugend trainiert“ in der Max-Schmeling-Halle, samt Siegerehrung mit Showprogramm und anschließender Riesendisco. Am Samstag geht’s für das HFG-Team zurück nach Zweibrücken – hoffentlich mit der gewünschten Platzierung im Gepäck.

x