Zweibrücken „Ein ganz besonderer Wunsch, der in Erfüllung geht“

Seit August letzten Jahres lenkt Kerstin Kiehm als Schulleiterin die Geschicke des Zweibrücker Helmholtz-Gymnasiums. Gestern wurde die 44-jährige Contwigerin in einer Feierstunde in der Karlskirche offiziell in ihr Amt eingeführt.
„Es ist ein ganz besonderer Wunsch, der für mich in Erfüllung gegangen ist“, erklärte Studiendirektorin Kerstin Kiehm in ihrer Antrittsrede in der Karlskirche. Denn schließlich kehrt die gebürtige Contwigerin, die zuletzt sechs Jahre lang als zweite stellvertretende Schulleiterin am Otfried-von-Weißenburg-Gymnasium in Dahn tätig war, nun an eben jene Schule zurück, an der sie einst selbst die Abiturprüfung ablegte. Kiehm, die ihr Lehramtsstudium an der Universität des Saarlandes in den Fächern Germanistik, Sozialkunde und evangelische Theologie absolvierte, bedankte sich für die freundliche Aufnahme und Unterstützung durch Lehrer, Schüler und Eltern, die sie von Beginn an erfahren habe und betonte die Verdienste ihres Vorgängers Hans-Peter Philipp, 21 Jahre lang Leiter des Helmholtz- Gymnasiums. Dieser habe eine sehr gut aufgestellte Schule mit einem klaren Profil und einem engagierten Kollegium übergeben. Fachlichkeit, die Pflege kultureller Traditionen und die Befähigung der Schüler zur politischen Teilhabe seien auch zukünftig die Ziele, die sich das Helmholtz-Gymnasium vor dem Hintergrund im Wandel begriffener gesellschaftlicher Verhältnisse gesetzt habe. Die Begeisterung, die der frisch gebackenen Schulleiterin entgegenschlug, war groß. So freute sich Oberbürgermeister Kurt Pirmann nicht nur darüber, dass er mit Kerstin Kiehm „eine Schulleiterin mit regionaler Prägung“ begrüßen durfte, sondern darüber hinaus zugleich die erste Frau an der Spitze eines Zweibrücker Gymnasiums. Und auch im Lehrerkollegium scheint sich Kiehm bereits Freunde gemacht zu haben. Oliver Blauth, Vertreter des Personalrats, schwärmte augenzwinkernd von der neuen gemeinsamen „Dienstabschnittspartnerin“ mit „Jugendstil“, die in der Lage sei, 70 rechthaberische Lehrer zu händeln und bereits in Dahn bewiesen habe, dass sie über all jene Qualitäten verfüge, die man sich von einem Schulleiter wünschen kann. Dass die neue Stelle als Schulleiterin auch große Herausforderungen mit sich bringt, betonte Hofenfels-Schulleiter Werner Schuff als Vertreter der Direktorenvereinigung und verwies auf den Fachlehrermangel in naturwissenschaftlichen Fächern und häufige Lehrerwechsel während des Schuljahres, denen man am besten durch verstärkte Kooperation zwischen benachbarten Schulen begegnen könne. (aleh)