Zweibrücken „Ein Christbaum, das war’s“

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Weihnachten wird auch in den beiden Flüchtlingsunterkünften auf dem Flugplatz nicht spurlos vorübergehen. Üppig gefeiert wird aber nicht, weil es in beiden Einrichtungen nur sehr wenige Christen gibt, wie die Betreiber DRK und ASB übereinstimmend erklärten.

„Wir planen eine Art weihnachtliche Aktion, auch wenn hier fast ausschließlich Muslime leben“, meinte Tassilo Wilhelm vom ASB, zuständig für die Unterkunft im ehemaligen Hotel Europa. Eine regelrechte Weihnachtsfeier werde es nicht geben, die Veranstaltung soll eher schlicht ausfallen, vielleicht mit einem besonderen Essen. Mit Ibrahim Al-Saffar habe der ASB einen Übersetzer, der den Bewohnern der Notunterkunft das Weihnachtsfest erklären kann. Das habe er bereits bei der Nikolausfeier getan, bei der kleine Geschenke verteilt wurden. In der ASB-Unterkunft für besonders schutzbedürftige Flüchtlinge leben derzeit 291 Menschen (Stand Dienstag), aufnehmen kann sie maximal 400 Personen. „Einen Christbaum werden wir wohl aufstellen, das war’s“, will es auch Mario Sauder vom DRK, zuständig für die Unterkunft in der früheren Abflughalle, nicht übertreiben mit Weihnachtsfeierlichkeiten. Es gebe zwar ein paar wenige Christen unter den Bewohnern, aber die überwiegende Mehrzahl seien Muslime, die mit Weihnachten nicht viel am Hut haben. Sauder: „Die Kinder werden kleine, praktische Geschenke bekommen, Stifte, Hefte und so was, und jedes Kind bekommt das Gleiche, damit es keinen Streit gibt.“ Im Terminal waren gestern laut Sauder 390 Flüchtlinge. Weder ASB noch DRK vermitteln Kontakte zu Einheimischen, die an Weihnachten gerne Flüchtlinge einladen würden. Die Hilfsdienste verweisen an die Kommunen, diese könnten den Kontakt zu Flüchtlingen herstellen, die bereits fest einer Gemeinde zugeteilt wurden. „Wir sind eine Erstaufnahmeeinrichtung, der Durchlauf hier ist enorm hoch, wir wissen gar nicht, ob die Menschen, die heute hier sind, das an Weihnachten auch noch sind“, erklärte Tassilo Wilhelm. Er wolle keine Erwartungen wecken und diese dann enttäuschen. Mario Sauder sieht das genauso und bittet darum, Flüchtlinge einzuladen, die dauerhaft hierbleiben werden. (sig) Flüchtlinge einladen Privatleute, die an Weihnachten gerne Flüchtlinge einladen würden, wenden sich an: —Stadt Zweibrücken, Birgit Heintz, Sozialamt, Telefon 06332/871-500, oder Thomas Deller, -400 —Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land, Reiner Stephan, Telefon 06332/8062-200, oder Kerstin Buser, -208 —Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Fröschen-Wallhalben, Werner Scheerer, Telefon 06334/441-100 (sig)

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