Blickpunkt: 50 Jahre HHG in St. Valentin
Ehemalige Schüler und Lehrer des Zweibrücker Helmholtz-Gymnasiums erinnern sich an Südtirol
In diesem Jahr wäre das Zweibrücker Helmholtz-Gymnasium im Januar zum 50. Mal zu einer Schulskifahrt nach St. Valentin im italienischen Südtirol aufgebrochen. Etwa 5000 HHG-Schüler waren hier über die Jahre zum Skilaufen. Wegen der Corona-Pandemie musste die Fahrt der Achtklässler 2021 aber ausfallen – zum ersten Mal in 50 Jahren. Die RHEINPFALZ hatte in Zusammenhang mit der Berichterstattung über das Jubiläum vor knapp zwei Wochen die Leser dazu aufgerufen, ihre Eindrücke in Wort und Bild zu schildern und uns zuzuschicken. Einen ersten Teil des Einsendeergebnisses sehen Sie hier, eine Fortsetzung folgt.
Die frühere Helmholtz-Lehrerin Gisela Alt war erstmals 1974 und bis Mitte der 1990er mit dabei. Mit dem späteren stellvertretenden Schulleiter Reinhard Franke, der seit 1982 die Organisation der Fahrt leitete, sorgte sie – auch zusammen mit anderen Sportlehrern – dafür, dass das Skifahren am Helmholtz-Gymnasium Kontinuität bekam. Die Niederauerbacherin, die zum 40. Geburtstag der Fahrt ihre Erlebnisse schon mal in einem kleinen Buch zusammengefasst hatte, kramte jetzt tief in ihren Fotoalben. Sie erinnert sich zum Beispiel an irre Schneemassen im Jahr 1986, die dafür sorgten, dass die HHG-Truppe in St. Valentin eingeschneit war. Von Norden über den Reschenpass wie von Süden war der Ort zeitweise nicht mehr erreichbar. Die Hauptstraße war gesperrt, der „Hasenlift“ völlig eingeschneit. Statt Skifahren stand tageweise Schneewandern auf dem Programm.
2018, knapp 30 Jahre später, war es nicht weniger extrem: Auf der Haideralm kamen die Pistenwalzen bei massiven Schneefällen mit dem Präparieren nicht hinterher. Auch hier war Skifahren teils nicht möglich. Ulrike Pfeiffer, die Tochter von Ex-Lehrer Heinz-Kurt Weskamp und Mit-Organisatorin der Fahrt war in diesem Jahr mit dabei. Sie erinnert sich noch gut daran, dass im Nachbartal, dem Langtauferer Tal, eine Lawine abgegangen war und die dortigen Bewohner mit dem Hubschrauber ausgeflogen werden mussten. Sie landeten unweit vom „Hotel Lärchenhain“.