Golf RHEINPFALZ Plus Artikel EGW Rieschweiler-Mühlbach startet am Sonntag mit vier USA-Studentinnen in neue Runde

Mit dieser Mannschaft erspielten die EGW-Damen im vergangenen Jahr die Meisterschaft in der Gruppe Mitte der Zweiten Liga.
Mit dieser Mannschaft erspielten die EGW-Damen im vergangenen Jahr die Meisterschaft in der Gruppe Mitte der Zweiten Liga.

Im abgelaufenen Spieljahr sicherten sich die Damen des EGW Rieschweiler-Mühlbach die Meisterschaft in der 2. Golf-Bundesliga. Erst im Aufstiegsspiel, in dem der EGW nicht in der besten Aufstellung antreten konnte, war gegen den starken GC Solitude Stuttgart der Traum vom Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse beendet.

Mit Lisa Steingrube und Marie Baertz hatten die EGW-Damen schon 2021 zwei Luxemburgerinnen im Kader, von den aber immer nur eine eingesetzt werden durfte. Das ist auch 2022 so. 2023, wenn dann Steingrube und Baertz bereits drei Jahre in Deutschland aktiv wären, würden sie als „Golf-Deutsche“ gelten. Mit Emma Lahaje ist ein weiteres luxemburgisches Talent zum Ersten Golfclub Westpfalz gewechselt. Sie gehört aber noch nicht zum Zweitliga-Kader.

Die Luxemburgerinnen machen Team-Captain Andrea Pfersdorf das Leben nicht all zu schwer, da sie auch kurzfristig greifbar sind. Zumindest noch. Die 18-jährige Marie Baertz, die zurzeit ihr Abitur absolviert, will in Kürze ein Studium im österreichischen Graz beginnen.

Malta-Siegerin nach Florida

Doch viel komplizierter werden die Personalplanungen mit Blick auf die „Amerikanerinnen“ im EGW-Dress. Denn ein nicht unerheblicher Teil des Kaders ist mittlerweile an Universitäten in den USA eingeschrieben. Die beiden Pirmasenserinnen Katja Müller und Sophie-Charlott Hempel sowie Patrizia Schäfer sind bereits in den USA verstreut, spielen an ihrer jeweiligen Uni Golf. Nun will auch die Saarländerin Maxime Holletschek (Losheim am See) über den großen Teich. Sie wird an der University of Tampa (Florida) ein Studium aufnehmen. Die 17-Jährige gewann noch am vergangenen Wochenende den Jugend-Supercup in Bad Ems. „Sie ist sportlich sehr stark, hat auch in Malta ein Turnier gewonnen. Sie ist im Moment auch mental super drauf“, lobt Kapitänin Pfersdorf.

Trotz der vielen Erfolge, die insbesondere Hempel und Müller mit ihren Uni-Teams einstrichen, ist für Pfersdorf die Personalplanung für den Saisonauftakt beim GC Main-Taunus kompliziert. Katja Müller sollte am Freitag anreisen. So steht die frühere deutsche Jugendmeisterin (AK 16) am ersten Spieltag am Sonntag laut Pfersdorf zur Verfügung. Anders ist die Lage bei Sophie-Charlott Hempel. „Ich gehe davon aus, dass sie am zweiten Spieltag da ist. Sie macht gerade ihren Schulabschluss“, erzählt Pfersdorf über die gebürtige Pirmasenserin, die gerade ihren Master in Wirtschaftspsychologie erwirbt.

Saisonziel steht

Am ersten Spieltag werden deshalb von den Stammspielern neben Holletschek und Müller auch Marie Martin und Inga Nahtz zum Einsatz kommen. Zusätzlich sollen Christine Baeck, die zur Zeit gut in Form ist, die erst zwölfjährige Anna Bonerz, Beate Hess, Lisa Steingrube und Sabine Merdian für den vorgeschriebenen Neun-Spielerinnen-Kader gemeldet werden. „Ich kann selbst nicht mitspielen. Es ist drumherum sehr viel zu regeln“, erklärt Pfersdorf, die bei den Planungen auch von den Spielermüttern Denise Martin, Petra Bonerz und Silke Nahtz unterstützt wird.

Als Saisonziel gibt Pfersdorf aus, dass der EGW einen Platz unter den besten drei Teams in der Fünfer-Liga anstrebe. „Wir würden aber auch wieder zum Aufstiegsspiel nach München fahren“, erklärt die Lehrerin der IGS Thaleischweiler-Fröschen weiter. Als stärkste Kontrahenten sieht sie den GC Mannheim-Viernheim und den Marienburger GC.

Neuer Spitzenspieler

Das in die Oberliga aufgestiegene Herrenteam des EGW bekommt eine internationale Note durch den 16-jährigen Luxemburger Nicolas Winandy. „Er ist unser neuer Spitzenspieler“, sagt Baron über den Schüler, der viel unterwegs sei und plane, Golf-Profi zu werden. Er sehe Winandy bereits auf Augenhöhe mit den bisherigen Hitscherhof-Zugpferden Christian Baeck und Jill Teichert, die in aller Regelmäßigkeit die besten Mannschaftsergebnisse einfuhren. „Wir sind erst aufgestiegen. Nicolas Winandy kann uns sicherlich helfen, dass wir den Klassenerhalt schaffen“, erklärt Captain Lucas Baron, der die Mannschaften aus Heidelberg-Lobenfeld und Bad Liebenzell als besonders stark einschätzt. Zum Saisonauftakt spielen die EGW-Herren am Sonntag in Heidelberg-Lobenfeld. Den gemeinsamen Heimspieltag bestreiten die Damen und Herren des EGW am 31. Juli.

Die im Vorjahr erstmals gemeldete zweite Herrenmannschaft wurde wieder vom Spielbetrieb abgemeldet. „Dafür braucht man eine Menge Spieler“, erklärt Baron.

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