Zweibrücken Drei Unfälle auf A 8
Drei Unfälle hielten am Montag und gestern die Autofahrer auf der A 8 vor Zweibrücken in Atem. Ein Motorradfahrer kam ums Leben. Die Autobahn wurde an beiden Tagen voll gesperrt.
Am Montagabend stieß ein 24-jähriger Motorradfahrer aus der Südwestpfalz gegen 19.30 Uhr zwischen den Anschlussstellen Contwig und Walshausen nahe dem Steitzhof mit dem Auto eines 52-Jährigen zusammen. Der Motorradfahrer wurde dabei so schwer verletzt, dass er noch am Unfallort starb. Laut Polizeibericht hat die Zweibrücker Staatsanwaltschaft ein Gutachten in Auftrag gegeben, um den Unfallhergang zu klären. Die A 8 war in Fahrtrichtung Pirmasens bis 23 Uhr voll gesperrt. Gestern Morgen kam es zu zwei weiteren Unfällen auf der A 8. Um 9.20 Uhr wurde die Autobahn in Richtung Zweibrücken ab der Anschlussstelle Contwig voll gesperrt, weil der Anhänger des Pick-ups eines 31-Jährigen, der Gerüstteile geladen hatte, umgekippt war und quer über der Fahrbahn lag. Die Polizei berichtete gestern, dass der linke Vorderreifen des Pick-ups geplatzt war und so den Unfall verursachte. Das Gespann geriet ins Schlingern und prallte gegen die Mittelleitplanken. Der Anhänger überschlug sich, und die Gerüstteile schlitterten über die Fahrbahn. Verletzte gab es nach Angaben der Polizei keine. Der Schaden beträgt rund 25 000 Euro. Der Verkehr wurde über Landstraßen umgeleitet. Allerdings staute sich gegen 10 Uhr auch der Verkehr in Zweibrücken auf der Molitorstraße bis hoch zur Einmündung Seilerstraße, wohl weil viele Autos und Lastwagen die Autobahn bei der Abfahrt Contwig verlassen hatten und durch die Stadt fuhren. Wenn der Verkehr, der eigentlich über die Autobahn gehen soll, durch städtisches Gebiet geleitet wird, „dann schaffen das die Ampelanlagen irgendwann nicht mehr. Sie sind ja auf ein anderes Verkehrsaufkommen ausgelegt“, erklärte Polizeisprecher Jürgen Seel den Stau in der Molitorstraße. Die Autos, die Contwig als letzte Abfahrt vor dem Unfallort verpasst hatten, kamen für geraume Zeit nicht weiter. „Wenn die Räumung einer Unfallstelle besonders lange dauert, dann versuchen wir auch, Autos durch Wendemanöver in umgekehrter Richtung wieder von der Autobahn zu bekommen. Das mussten wir in diesem Fall aber nicht machen“, berichtete Seel. Im Anschluss kam es zu einem dritten Unfall am Stauende: Ein 60-jähriger Fahrer musste wegen des Staus abbremsen. Der 33-jährige Fahrer eines Sprinters, der hinter ihm fuhr, erkannte die Situation zu spät. Er versuchte abzubremsen und auszuweichen – was ihm aber nicht mehr gelang, sodass sein Auto auf das des Vordermanns prallte. Der 33-Jährige wurde leicht, der 60-Jährige und seine 54-jährige Beifahrerin wurden schwer verletzt in umliegende Krankenhäuser eingeliefert. Die Feuerwehr leerte einen Tank mit flüssigem Sauerstoff, der sich im Lieferwagen befand. Bei dem Folgeunfall entstand Schaden von rund 27 000 Euro. Alle Fahrzeuge, die an den Unfällen beteiligt waren, wurden abgeschleppt. Bis 12.30 Uhr war die Autobahn voll gesperrt.