Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Drei neue Springerstellen in städtischen Kitas

Zweibrücken will mit Springern dem Personalmangel bei den Kitas entgegentreten.
Zweibrücken will mit Springern dem Personalmangel bei den Kitas entgegentreten.

Die Stadt tue einiges, um geregelte Öffnungszeiten in den Kitas zu gewährleisten, versichert das Jugendamt. Der Amtsleiter verweist unter anderem auf Springerinnen, die flexibel eingesetzt werden können.

Der Grünen-Stadtrat Patrick Lang hatte in der jüngsten Stadtratssitzung gefragt, wie man der Personalknappheit und den Ausfallzeiten in den städtischen Kindertagesstätten entgegenwirken könnte. Er regte unter anderem einen Pool an Springerinnen an.

Die Stadt habe bereits seit über zehn Jahren Springerstellen eingerichtet, erklärte dazu Jugendamtsleiter Jörg Klein. Begonnen habe man mit zwei, aktuell seien es zehn, eine in jeder städtischen Kita. „Das bedeutet, dass über das Regelpersonal nach Landesvorschrift hinaus überall eine Stelle mehr von der Stadt besetzt wird“, erklärt Klein. Hinzu kämen zwei Springerstellen in Teilzeit für die Spiel- und Lernstuben. Diese Stellen seien im Stellenplan 2023 neu eingerichtet und sollen demnächst ausgeschrieben werden.

Alle Springerstellen sind unbefristet

Alle Springerstellen im Stellenplan sind laut Klein unbefristete Stellen. Bei der aktuellen Ausschreibung sei allerdings eine Springerstelle befristet ausgeschrieben, da die unbefristeten Stunden schon an eine Mitarbeiterin vergeben seien und man dafür eine befristete Vertretung brauche. Die Springer seien einzelnen Kitas als Heimatkitas zugeordnet, würden aber auch in anderen Einrichtungen eingesetzt, wenn es in der Heimatkita keinen Ausfall gibt.

Laut Klein werden drei Stellen von Mitarbeiterinnen, die wegen Elternzeit langfristig ausfallen, im Stellenplanteil „Mitarbeiter/-innen zurzeit nicht im Dienst“ geschaffen, damit deren derzeitige Stellen auf Dauer besetzt werden können. Diese Stellen fielen nach der Rückkehr aus der Elternzeit wieder weg, sobald den Erzieherinnen freie Stellen in irgendeiner Kita zugewiesen werden können, zeitnah zur Rückkehr, „was regelmäßig vorkommt“, so Klein. Dauerhaft besetzt werden könnten die Stellen erst nach der Genehmigung des Stellenplans durch die Aufsichtsbehörde.

Reduzierung der Öffnungszeiten lässt sich nicht immer vermeiden

Neben den Springerkräften gebe es noch weitere Stellen außerhalb des Regelpersonalschlüssels, so Klein, etwa 16 halbe Stellen für die duale Ausbildung. Aktuell gebe es auch vier Berufspraktikanten, die ein ganzes Jahr in Vollzeit da sind. Helfen könnten in einigen Kitas auch interkulturelle Fachkräfte in Teilzeit sowie junge Menschen, die ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder ein Jahr im Bundesfreiwilligendienst absolvieren. Klein: „Diese Stellen ersetzen keine ausgebildeten Erzieher, können aber trotzdem bei der Betreuung unterstützen.“ Für die Kitas der freien Träger gebe es die gleichen Möglichkeiten. Diese hätten zwar keine Springer, dafür aber andere Aushilfskräfte.

Die Sorgen und Nöte der Eltern nehme man sehr ernst beim Jugendamt, versichert Klein. Schon lange erstelle man Konzepte, um frühere Schließungen zu vermeiden. Je höher der Krankenstand in den Kitas, umso schwieriger sei aber auch der Ausgleich, weist Klein darauf hin, dass sich eine Reduzierung der Öffnungszeiten nicht immer vermeiden lässt.

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