Zweibrücken-Land
Doppelte Nutzung: Pflanzen unter PV-Anlagen möglich
Nahe Dietrichingen und auf Hornbacher Gemarkung sollen demnächst Module zur Gewinnung von Energie aus Sonnenlicht aufgebaut werden. Entsprechende Beschlüsse für die geplanten Solarparks hat der Verbandsgemeinderat Zweibrücken-Land gefällt, damit ist die Verwaltung der Umsetzung der Pläne einen Schritt weiter gekommen. Die Beschlüsse fielen einstimmig.
Nicht alle Pflanzen sind dafür geeignet
Für Hornbach steht ein Solarpark unter dem Burgerwald im Raum. Die für die Photovoltaik ins Auge gefasste Fläche liegt, grob gesprochen, westlich der Ortslage, in unmittelbarer Nähe zur Landesgrenze zum Saarland, nahe dem Bickenaschbacher Hof. Betrieben werden soll die Anlage von der Pfalzwerke-Tochter Pfalzstrom, geplant ist, eine Fläche von rund 19 Hektar mit Solarmodulen zu bestücken.
Auf Gemarkung der Ortsgemeinde Dietrichingen, zwischen Kirschbacher Hof und Sandwaldhof, soll eine so genannte Agri-PV-Anlage gebaut werden. Das Besondere daran: Die landwirtschaftliche Fläche, auf der die Module zur Stromerzeugung aufgestellt werden, kann weiterhin als Ackerfläche für den Ertrag von Feldfrüchten genutzt werden. Daher auch die Vorsilbe Agri.
Auf bis zu 90 Prozent der Fläche kann weiter angepflanzt und geerntet werden, wenn auch sich nicht alle Pflanzen für Agri-PV-Flächen eignen. Mais etwa sei nicht so gut geeignet, da dieser recht hoch wachse, erläuterte die Leiterin des Bauamtes der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land, Annika Bartmann, der RHEINPFALZ nach der Sitzung. „Es wäre die erste solche Anlage auf dem Gebiet des Landkreises Südwestpfalz“, ergänzte Bartmann. Betreiben will die Anlage das Berliner Unternehmen Recap. Der Ortsgemeinderat Dietrichingen hatte sich Anfang Mai dafür ausgesprochen, dass auf dem Gelände des Solarparks auch Batteriespeicher gebaut werden dürfen, allerdings nur auf 400 Quadratmetern. Die Erträge des Parks sollen Projekten in Dietrichingen zu Gute kommen.