Zweibrücken Diesel- und Metalldiebe halten Polizei auf Trab

Mehr Straftaten: Die Zahl der Delikte im Bezirk der Polizeidirektion Pirmasens ist im Jahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr um elf Prozent gestiegen, von 8704 auf 9666. Zugenommen hat vor allem die Straßenkriminalität, aber auch Wohnungseinbrüche, Betrugsfälle und Sachbeschädigungen weisen ein Plus auf. Das geht aus der Kriminalstatistik hervor, die der stellvertretende Direktionsleiter Stefan Bauer gestern vorgestellt hat.
wollte nichts schönreden: Die Zunahme bei den Straftaten liege über dem Schnitt des Präsidiums Westpfalz. Allerdings sei die Gefahr, Opfer einer Straftat zu werden, im Dienstbezirk der Polizeidirektion Pirmasens, zu der der Landkreis Südwestpfalz sowie die Städte Pirmasens und Zweibrücken gehören, immer noch niedriger als in anderen Ecken der Westpfalz. Auffällig: In Pirmasens passiert mehr als im Landkreis oder der Nachbarstadt. Gerhard Andreas, stellvertretender Leiter der Kriminalinspektion, wollte das aber nicht überbewerten. „In Pirmasens sind die Schulen, die Veranstaltungen, wo viele Leute zusammenkommen, da passiert mehr.“ Deutlich über dem Landesschnitt liege die Kriminalinspektion bei der Aufklärungsquote von 68,8 Prozent, so Andreas. Laut Andreas macht der Polizei vor allem der zunehmende Internetbetrug zu schaffen. In 40 bis 50 Fällen seien über ein Internetportal Smartphones bestellt, aber nicht geliefert worden. Diebstähle machen mit über 33 Prozent den Löwenanteil bei den Straftaten aus, vor allem leichte Diebstähle. Bauer verwies hier vor allem auf eine deutliche Steigerung bei den Ladendiebstählen. Im gesamten Direktionsbezirk haben Bauer zufolge wieder vermehrt Dieseldiebe – „die zapfen auf Parkplätzen Laster an, während die Fahrer schlafen“ – und Metalldiebe – „das geht von einfachen Kabeln bis hin zu Metallschalen auf Friedhöfen“ – ihr Unwesen getrieben. Bei Autoaufbrüchen gab es ebenfalls einen Anstieg um 19,2 Prozent, wobei die meisten Fälle in der Herzogstadt gemeldet wurden. Auch bei den schweren Diebstählen nimmt Zweibrücken mit 433 Fällen eine Spitzenstellung ein, vor Pirmasens (369) und dem Landkreis (422). Was da Probleme mache seien die „überörtlichen Täter“, auch aus Frankreich, so Kommissariatsleiter Andreas. Insbesondere auf der Hackmesserseite hätten diese vergangenen Sommer die Polizei auf Trab gehalten. (cla)