Zweibrücken Die Zweibrücker werden weniger

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Im schlimmsten Fall könnte Zweibrücken 2040 nur noch 29 911 Einwohner haben. Zu diesem Ergebnis kommt das Statistische Landesamt in seiner Analyse zum Demografischen Wandel. Oberbürgermeister Marold Wosnitza (SPD) betont, dass die Stadt im Vergleich zu früheren Analysen eine positive Entwicklung genommen hat.

Natürlich habe man mit dem demografischen Wandel zu tun, „und darauf müssen wir auch reagieren“, sagte Wosnitza gestern auf Anfrage. Und das tue die Stadt auch. So seien die Aufwertung des ehemaligen Parkbrauereigeländes und das Altenheim-Projekt in der Canada-Sieglung auch Reaktionen auf eine älter werdende Gesellschaft. Das Thema „Junges Wohnen“, soll zudem auf dem Gelände des ehemaligen Evangelischen Krankenhauses verwirklicht werden. Das Statistische Landesamt in Bad Ems hatte am Dienstag seine Analyse „Demografischer Wandel in Rheinland-Pfalz – Fünfte regionalisierte Bevölkerungsvorausberechnung“ (wir berichteten gestern auf Südwest) vorgestellt. Die Statistiker haben dabei drei Varianten durchgerechnet. In der sogenannten unteren Variante – dieser zufolge wird es ab 2025 keine Zuwanderung mehr geben – ist die genannte Einwohnerzahl unter der 30 000er-Marke (2040) zu finden. Bis 2030 würden in Zweibrücken knapp 32 000 Menschen leben. Die mittlere, gemäßigtere Variante geht davon aus, dass jährlich 9000 Menschen mehr aus dem Ausland nach Rheinland-Pfalz kommen als Menschen, die das Land verlassen. Der Berechnung zufolge würden demnach 2030 32 739 und 2040 31 496 Menschen in der Rosenstadt leben. Die obere Variante – ihr zufolge wandern jährlich 17 000 Menschen mehr aus als ein – geht davon aus, dass es 2030 noch 33 539 und 2040 33 089 Zweibrücker gibt. Neben der Zuwanderung haben die Statistiker die Geburtenrate (1,5 Kinder pro Frau) und die Lebenserwartung (Männer 85,5 Jahre, Frauen 88,8 Jahre) in ihren Berechnungen berücksichtigt. Grundlage war das Basisjahr 2017, in dem in Zweibrücken 34 270 Menschen lebten. Oberbürgermeister Marold Wosnitza will sich von den Zahlen nicht blenden lassen. Denn im Vergleich zu früheren Prognosen sei die Entwicklung Zweibrückens überaus positiv. Ein Blick in die vierte Auflage der Analyse (Basisjahr 2013: 34 084 Einwohner) lässt zwar keinen direkten Jahresvergleich zu, zeigt aber, dass damals tendenziell niedrigere Einwohnerzahlen prognostiziert wurden. Der unteren Variante zufolge hätte Zweibrücken 2035 nur 29 975 Einwohner, in der mittleren Variante hätte die Rosenstadt 2035 30 783 und fünf Jahre später 31 264 Einwohner.

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