Zweibrücken Die Wochenend-Kolumne: Ich bin der Meinung, dass ...

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Immer wenn die amtierende Landesregierung Grenzen neu zieht, merkt man, wie weit die Mainzer Büros doch von den Realitäten vor Ort entfernt liegen. So verhält es sich bei der Gebietsreform, wo die Regierung derzeit auf einmal auf einen Zusammenschluss der Verbandsgemeinden Bruchmühlbach-Miesau, Schönenberg-Kübelberg und Waldmohr zu einem schlauchartigen Gebilde drängt, nachdem sie in diesem Gebiet jahrelang überhaupt keinen Handlungsbedarf sah. So verhält es sich auch beim Neuzuschnitt der Landtagswahlkreise, wo das Land ernsthaft vorschlug, die Verbandsgemeinde Waldmohr zum Wahlkreis Zweibrücken zu schlagen. Doch die Landesregierung und die sie tragenden Parteien haben derzeit weder Kraft noch Lust, an zu vielen Fronten zu kämpfen. Deshalb haben sie diese Woche ihr Vorhaben sang- und klanglos zurückgestellt. Bei den Landtagswahlkreisen in der Region Zweibrücken bleibt also alles beim alten: Das Gebiet der bisherigen Verbandsgemeinde Wallhalben bleibt beim Wahlkreis Zweibrücken. Vorerst. Denn nach der nächsten Landtagswahl steht das Thema Neuzuschnitt der Wahlkreise ganz sicher wieder auf der Tagesordnung. Und das liegt daran, dass die Landesregierung keine Reformen aus einem Guss zustande bringt, sondern nur Flickschusterei. Statt eine landesweite Gebietsreform nach logischen Gesichtspunkten durchzuziehen, wird hier und da und alle paar Jahre ein bisschen was verschoben, wodurch am Ende kein überzeugendes Ganzes entsteht. Das gleiche geschieht beim Neuzuschnitt der Landtagswahlkreise: auch hier nur Stückwerk und Murks wie das Zusammenzwingen der Städte Pirmasens und Annweiler in einen Wahlkreis. Hätte sich die Landesregierung zu einer gescheiten und umfassenden Gebietsreform durchringen können, hätte sie zugleich die Wahlkreise anpassen können.

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