Fragen & Antworten RHEINPFALZ Plus Artikel Die Türen der Zweibrücker Sporthallen bleiben zu

„Du kommst hier nicht rein“: Man kommt gar nicht in Verlegenheit, in der Ignaz-Roth-Halle (hier der Eingang) und den anderen stä
»Du kommst hier nicht rein«: Man kommt gar nicht in Verlegenheit, in der Ignaz-Roth-Halle (hier der Eingang) und den anderen städtischen Sporthallen eine Maske zu tragen – die Hallen sind weiter geschlossen.

Freizeit- und Kultureinrichtungen sind bis 20. Dezember weiter geschlossen – so hieß es kurz und knapp bei den jüngsten Corona-Beratungen von Bund und Ländern am Mittwoch. Mindestens muss mal wohl dazu sagen. Was bedeutet das für die vielen Zweibrücker Sportvereine?

Der „Lockdown light“ im November geht also in die Verlängerung. Sportliche Betätigung ist weiter nur im Freien sowohl im öffentlichen Raum als auch auf und in öffentlichen und privaten Sportanlagen erlaubt. Fitnessstudios und Hallen (auch Tennishallen) bleiben geschlossen. So heißt es in der zuletzt gültigen 12. Corona-Landesverordnung.

Wie sieht es im Dezember mit den städtischen Sporthallen aus?
Die Sporthallen bleiben bis 20. Dezember für Freizeitsportler geschlossen. Mindestens: Bundesweit wird auch schon darüber diskutiert, den Lockdown in den Januar oder noch weiter auszudehnen. Bundeskader-Athleten dürfen allerdings trainieren. „Wir warten auf die neue Verordnung, die alte gilt ja erst mal nur bis zum 30. November“, sagt Jürgen Uhland vom Sportamt der Stadt. Vom 21. Dezember bis Sonntag, 3. Januar, sind die Hallen wegen der Schulferien sowieso zu. Damit ist jeglicher Hallensport vorerst bis Jahresende weiter ausgebremst.

Was machen die Fußballer jetzt?
Der Südwestdeutsche Fußball-Verband (SWFV) hatte sich schon Mitte November festgelegt. Da die staatliche Entscheidung über die Wiederaufnahme des Regelspielbetriebs ja erst kurz vor Beginn der Winterpause anstand, hatte der SWFV diese (14. Dezember bis 12. Februar) kurzerhand vorverlegt: vom 1. Dezember bis 6. Januar 2021. Sollte ein Trainings- und Spielbetrieb ab dann nicht erlaubt sein, wird weiter ausgesetzt. Ob ab Anfang Januar tatsächlich wieder gespielt werden, steht in den Sternen.

Die Drittliga-Handballer des SV 64 Zweibrücken konnten zuletzt – im Saarland als Profiteam anerkannt – hinter der Landesgrenze trainieren. Wie geht es für sie weiter?
Die SV-Handballer haben ihr „Behelfsmodell“ an der Sportschule in Saarbrücken am Mittwoch abgebrochen. Trainer Stefan Bullacher ist ab sofort erneut in Kurzarbeit, die Spieler verzichten auf Teile ihrer Aufwandsentschädigungen. Das hat der Vorstand so beschlossen, bis man weiß, wie es weitergeht. Bullacher sieht auch den Termin für den geplanten Neustart der Dritten Liga im Januar als pulverisiert an, weil die Vorbedingung dafür war, dass die Teams im Dezember regulär trainieren können. Das SV-Truppe hat bisher zwei Spiele absolviert, war dann vor dem November-Lockdown 14 Tage in Quarantäne. Seit dem 10. Oktober hat die Mannschaft keine Partie mehr bestritten.

In der Eishalle im Freizeitzentrum „World of Fun“ ist das Eis im November abgetaut worden: kein öffentlicher Eislauf, kein Eishockey-Training. Perspektiven?
Heiko Doll, Geschäftsführer des „World of Fun“, glaubt nicht, dass er in diesem Jahr die Eishalle noch mal öffnen kann. Nur ein paar Tage vom 20. Dezember bis Silvester zu öffnen, lohnt sich nicht – wenn es denn überhaupt erlaubt sein sollte. Doll hatte mit der jetzigen Verlängerung der Einschränkungen schon gerechnet. „Wer wohl nicht angesichts der hohen Infiziertenzahlen? Die Maßnahmen im November haben nicht gewirkt“, sagt er. Er fände es nett, wenn „das Beantragen der Hilfen für Betriebe endlich mal in Gang käme“.

Ohne Eis auch keine Eishockey-Spiele: Wann können die „Hornets“ des EHC Zweibrücken damit rechnen, in der Regionalliga wieder auf Puckjagd zu gehen?
Wenn es nach dem Bauchgefühl von EHC-Pressesprecher Thorsten Rehfeld geht: in dieser Saison gar nicht mehr. Zehn Spiele der „Hornets“ sind bisher schon ausgefallen, im Dezember kommen noch vier weitere Matches hinzu. Nur zweimal haben sich die „Hornissen“ mit Gegnern – Stuttgart und Hügelsheim – messen können. Ab dem 10. Januar stünden noch acht Spiele bis zu den Play-offs an. Der für die Regionalliga Südwest zuständige Eissportverband Baden-Württemberg hat sich noch nicht geäußert, wie und ob die Saison zu Ende gespielt werden kann. „Vielleicht teilt man noch mal in eine Nord- und Südgruppe oder spielt ein Turnier. Aber das macht alles keinen Spaß so“, sagt Rehfeld. Bei den „Hornets“-Spielern greifen jetzt die vor der Saison vereinbarten Corona-Verträge: kein Training, keine Spiele – keine Euros als Aufwandsentschädigung.

Der Saarbrücker Squash-Bundesligist SC Güdingen, der seine Heimspiele im selbstgewählten Niederauerbacher Exil austrägt, hätte am 12./13. Dezember in die bereits nach hinten verschobene Spielzeit starten sollen. Und nun?
Die Deutsche-Squash-Liga verschiebt den Beginn der Saison erneut auf den 16. Januar. „Erst wenn absehbar ist, wann wir beginnen können, folgen nächste Entscheidungen“, sagt DSL-Manager Peter Schmidl im Namen des Vorstands auf der Internetseite der Liga. „Wir gehen derzeit davon aus, dass wir am 16./17. Januar auswärts in Waiblingen und zu Hause gegen Kempten starten können“, sagt Johannes Wessela, Vorsitzender des SC Güdingen. Der zweite Spieltag sei dann der erste. Zuletzt konnten die Güdinger noch in Luxemburg trainieren, das ist nun auch passé. Die Spieler haben Trainingspläne von Coach Marc Thrill erhalten, um an ihrer Athletik zu arbeiten. Wessela will sich zudem darum bemühen, dass der Bundesligist an der Saarbrücker Sportschule Trainingszeiten nutzen darf. Für die Regionalliga- und Verbandsliga-Squasher des SC Zweibrücken bleiben die Türen des Saarsport- und Vitalcenters in Niederauerbach aber zu.

Basketball-Landesligist VT Zweibrücken hätte eigentlich am 8. November in die Runde starten sollen – gestrichen aus bekannten Gründen. VTZ-Spielertrainer Denis Rendgen sagte schon im Oktober: „Es ist einfach ein Jahr zum Vergessen.“
Auch seiner Sicht hätte man den Spielbetrieb gleich ganz aussetzen sollen. Jetzt ist in der Landesliga alles abgesagt bis Ende des Jahres, ab Mitte Januar soll laut dem zuständigen Basketball-Verband Rheinland-Pfalz die Rückserie als Einfachrunde gespielt werden. „Da haben wir, wenn’s gut geht, vielleicht eine Woche Vorlauf zum Trainieren“, bemerkt Rendgen. Die beiden fehlenden Spieltage werden angehängt. Der Basketballverband Pfalz (BVP) erwägt laut Rendgen in einer Mail wohl, ob in den unteren Ligen und bei der Jugend von April bis Juni weitergespielt werden kann.

x