Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Die ganz besondere Rivalität zwischen Zweibrücken und Marpingen

Rüdiger Lydorf
Rüdiger Lydorf

Als Tabellensiebter starten die Oberliga-Handballerinnen der SG Zweibrücken in die Rückrunde. Die beginnt mit einer besonderen Herausforderung.

Neun Spiele, 18:0 Punkte und mit 194 Gegentoren die beste Abwehr der Liga, das ist Marpingen 2. „Die stehen nicht umsonst an der Tabellenspitze, sind seit Jahren ein Top-Team der Liga“, zollt SG-Trainer Rüdiger Lydorf der Leistung Respekt. Dass auch Marpingen nicht unschlagbar ist, zeigte sich just zu Beginn des Jahres. Im Saar-Pokal verloren sie überraschend ihr Heimspiel gegen den Liga-Konkurrenten aus Oberthal. „Mal abwarten, welche Reaktion das zur Folge hat“, sagt Lydorf. Zweibrücken gegen Marpingen, das ist ohnehin seit Jahren ein von besonderer Rivalität geprägtes Duell, in dem Marpingen immer klarer Favorit ist.

Etliche Spielpausen in der Rückrunde

„Wir wollen den Schwung, das Selbstvertrauen aus dem letzten Heimspiel vor der Weihnachtspause mitnehmen“, sagt Lydorf, auf dessen Team eine höchst unrhythmische Rückrunde wartet. Nach der Partie ist wieder Spielpause. Ende Januar/Anfang Februar stehen zwei Partien auf dem Spielplan, ehe wieder eine längere Pause folgt. Auch Ende März wird die Runde erneut für einige Wochen auf Eis gelegt. „Wer weiß, wie wichtig es für eine Mannschaft ist, einen Spielrhythmus zu finden, weiß auch, dass das alles andere als ideal ist“, sind Lydorf und Co. mit dem Spielplan alles andere als glücklich.

Hoffen auf Bestbesetzung

Um nach der Weihnachtspause in den Spielrhythmus zu kommen, gegen den Meisterschaftsfavoriten aus Marpingen keinen Kaltstart hinlegen zu müssen, testete die SG zu Jahresbeginn gegen den Regionalligisten Dudenhofen. „Das war wichtig“, resümiert Lydorf. In den ersten 20 Minuten tat sich seine Mannschaft sehr schwer, fand keinen Rhythmus, knüpfte dann an die Form von vor Weihnachten an, holte sich Selbstvertrauen für die Partie am Samstag. Dabei hatte Lydorf auf die erkrankte Top-Torjägerin Vera Jänicke, die bereits 74 Saisontreffer erzielte, und die gleichfalls erkrankte Spielmacherin Katrin Hoffmann verzichten müssen. „Ich hoffe und gehe davon aus, dass beide am Samstag spielen können“, sagt Lydorf. Die Abteilung „Jugend forscht“ bei den Zweibrückerinnen, die in dieser Runde stark gefordert ist, nutzte die Chance, um zu zeigen, dass sie mit jedem Spiel wichtige Erfahrungen hinzugewinnen. Mit B-Juniorin Jasmin Ruffing soll in der Rückrunde ein weiteres Zweibrücker Talent an das Oberligateam herangeführt werden.

Mit Selbstvertrauen ins Rückspiel

An das Hinspiel, das die Zweibrückerinnen 24:27 verloren, erinnern sie sich mit gemischten Gefühlen. „Wir haben dort lange ein sehr gutes Spiel gemacht“, bilanziert Lydorf. Vor allem Zweibrückens Torfrau Diana Späth dürfte gute Erinnerungen aus dem Spiel mitnehmen. Sie zeigte damals eine ihrer besten Leistungen im SG-Trikot. Mit diesem Selbstvertrauen soll es ins Rückspiel gehen. Gemischt sind die Gefühle, weil sich Spielmacherin Lea Luga in dieser Partie das Kreuzband riss, was negative Auswirkungen über dieses Spiel hinaus hatte. Die überwand Zweibrücken im Saisonverlauf.

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