Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Die Chemie stimmt in der Abwehr

Rieschweilers Abwehrrecke David Wagner (links, gegen Hoheneckens Benson Kamau) hofft auf die ersten Saisonpunkte mit seinem Team
Rieschweilers Abwehrrecke David Wagner (links, gegen Hoheneckens Benson Kamau) hofft auf die ersten Saisonpunkte mit seinem Team.

Fussball: David Wagner wechselte nach langen Jahren als Jugendspieler beim FK Pirmasens nach Rieschweiler. Bei der SG soll der langgewachsene 19-Jährige die Abwehr verstärken. Das klappte bisher noch nicht so gut, für Samstag hat sich Trainer Hildebrandt was Neues ausgedacht.

In der zuletzt 14-tägigen Spielpause hatte das Team von Trainer Patrick Hildebrandt ausreichend Zeit und Gelegenheit, noch mal über das mit 1:5 verlorene Kerwe-Spiel gegen den FK Pirmasens II nachzudenken und die Fehler aufzuarbeiten. „Wir waren alle sehr enttäuscht über die Art und Weise, wie wir das Spiel verloren haben“, gesteht auch Neuzugang David Wagner, der von der A-Jugend des FK Pirmasens nach Rieschweiler kam. Dabei spielte der 19-jährige Defensivkicker gegen die zweite Mannschaft seines Ex-Clubs auf der rechten Verteidigerposition noch einen soliden Part. Mit einer Flanke, die Pascal Emser zum 1:5-Ehrentreffer verwertete, konnte er sogar ein kleines Ausrufezeichen setzen.

Bald Student in Kaiserslautern

„Trotz der ersten drei Niederlagen glauben wir im Team an uns“, berichtet David Wagner von einer weiter guten Stimmung in der Mannschaft. „Wir haben in den Trainingseinheiten nach dem FKP-Spiel einige neue taktische Dinge probiert und hoffen, dass sie im Spiel gegen Idar-Oberstein jetzt fruchten“, ist der angehende Student frohen Mutes. Wagner hat im Frühjahr am Leibniz-Gymnasium in Pirmasens sein Abitur mit den Leistungsfächern Mathematik, Chemie und Erdkunde erfolgreich bestanden.

„Im Oktober fange ich an der Technischen Universität in Kaiserslautern mit dem Chemie-Studium, Schwerpunkt Wirtschaftswissenschaften an“, berichtet er weiter. „Nach sechs Semestern möchte ich meinen Bachelor machen, anschließend den Master und eventuell zum Abschluss noch promovieren“, sagt der junge Fußballer über seine Berufspläne.

Den Studienstandort Kaiserslautern hat Wagner bewusst ausgewählt, denn so kann er weiter bei seinen Eltern in Gersbach wohnen. Von Gersbach aus ist der junge Kicker schon mit sechs Jahren zum FK Pirmasens gewechselt, wo er in allen Jugendmannschaften vorwiegend auf den defensiven Positionen spielte , bis er jetzt mit 19 Jahren in Rieschweiler angeheuert hat. Als Fußballer hat Wagner schon einiges erlebt – so auch einen Kreuzbandriss mit 17 Jahren.

Ein junger Jugendtrainer

Beim FK Pirmasens hat David Wagner, der jetzt schon die C- und B-Trainer-Lizenz besitzt, seine Leidenschaft für den Fußball bereits an die U11- und U13-Jugendmannschaften weitergegeben. „Es hat mir viel Spaß gemacht, mit den Kindern zu arbeiten, und zu sehen, welche Fortschritte sie im Training und Spiel machen“, sagt Wagner rückblickend. „Ich könnte auch mir gut vorstellen, in Zukunft wieder als Jugendtrainer zu arbeiten, wenn ich während des Studiums vielleicht etwas Zeit habe“, hofft er auf weitere Trainertätigkeiten.

Nach dem spielfreien Wochenende nimmt seine SG Rieschweiler am nun fünften Spieltag einen neuen Anlauf, um die ersten Saisonpunkte in der Verbandsliga Südwest einzufahren. Zum dritten Heimspiel erwartet die SGR am Tag der Deutschen Einheit den SC Idar-Oberstein auf dem Kunstrasenplatz im Christoph-Weis-Stadion. Dabei glaubt Wagner am Samstag (Anpfiff 14 Uhr) fest an die ersten Punkte für seinen neuen Verein. „Wir müssen von Beginn an die Zweikämpfe gewinnen, dem Gegner wenig Raum lassen, und nach vorne auch deutlich mehr Präsenz zeigen als zuletzt“, fordert er sich und seine Mitspieler auf. „Dann klappt das auch mit den ersten Punkten“, ist der Defensivmann durchaus optimistisch.

Neue Abwehrvariante geübt

Personell ist der Kader des noch punktlosen Tabellenschlusslichts Rieschweiler laut Trainer Patrick Hildebrandt komplett – bis auf Steffen Sprau. „Steffen muss sich etwas genauer untersuchen lassen, denn die Verletzung am Bein bricht nach Belastungen immer wieder auf. Das kann ja kein Dauerzustand sein, das bringt nichts. Man muss die Ursache suchen“, erklärt Hildebrandt.

In den Trainingseinheiten nach dem FKP-Spiel ließ Trainer „Hilde“ defensiv eine neue taktische Variante ausprobieren, damit soll seine Mannschaft am Samstag vor allem stabiler in der Verteidigung stehen. „Und wir müssen auch in der Offensive mehr Torgefahr ausstrahlen als zuletzt in den drei verlorenen Begegnungen“, hofft der Spielertrainer, dass sein Team im vierten Saisonspiel endlich die ersten Punkte einfährt.

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