Zweibrücker land
„Die Bulldegg komme!“: Lichterfahrt der Landwirte erneut ein spektakuläres Erlebnis
Vom Startpunkt Pottschütthöhe näherten sich die Laster ihrer ersten Station, Maßweiler. Bei der dritten Ausgabe der Lichterfahrt, die bereits am Freitag mit einer 50 Kilometer langen Tour durch das Pirmasenser Land die dortigen Einwohner begeisterte, hatten sich die imposanten, kraftstrotzenden Vehikel erstmals brav in Reih und Glied auf dem Flugplatz Pottschütthöhe aufgestellt. Winzerglühwein, wärmende Feuer und Verkaufsbuden mit Handwerklichem schufen ein stimmungsvolles Ambiente, das vor allem Familien in den Bann zog. Hier durfte aus nächster Nähe bestaunt werden, mit wie viel Einfallsreichtum die Landwirte ihre Fahrzeuge zu einem rollenden, blinkenden Weihnachtsschmuck der etwas anderen Art verwandelt hatten.
Weihnachtsmänner und Engel grüßten, lange Leuchtbänder mit unzähligen LEDs umkreisten die Schlepper, deren geschmückte, überdimensionale Hinterrad-Felgen während der Fahrt besonders prächtige Effekte ermöglichten. Nachdem der Weihnachtsmarkt auf dem Flugplatz, dessen Einnahmen halfen, die Unkosten der Lichterfahrt zu decken, schon für viel Begeisterung bei Jung und Alt gesorgt hatte, ging es schließlich in tiefer Dämmerung los.
„Die Bulldegg komme!“ Bewegung kam in die Menschengruppen, die in freudiger Erwartung am Straßenrand warteten und endlich in der Ferne das Blaulicht der eskortierenden Polizei erspähten. Viele Finger und Füße waren zwar schon halb erfroren, aber tapfer harrten die Zaungäste aus – schließlich waren die Lichterfahrten der beiden vergangenen Jahre ein so unvergessliches Erlebnis gewesen, dass man dies jetzt auf keinen Fall verpassen wollte. „An der Straße standen zwar weniger Leute, aber dafür haben sehr viele hinter den Fenstern zugeschaut“, freute sich auch Christian Kau vom Orga-Team über den erneut tollen Zuspruch.
Und so durften zuerst die Bewohner von Maßweiler dem imposanten Tross von 65 Fahrzeugen zujubeln, der sich hupend mit Weihnachtsmusik bestückt im gemächlichen 20-Stundenkilometer-Tempo durchs Dorf schlängelte, ehe er mit Reifenberg die zweite Station seiner Tour ins Visier nahm. Zahlreiche weitere Dörfer des Zweibrücker Landes sowie die Stadt Zweibrücken selbst wurden im Laufe der viereinhalbstündigen Route ebenfalls angefahren und am Sonntag besuchte die Lichterfahrt mehrere Seniorenheime der Region. Die zahlreichen Schaulustigen, die am Straßenrand begeistert winkten und mit den unzähligen Lichtern um die Wette strahlten, bestätigten die teilnehmenden Landwirte in ihrem Engagement, Freude in die Herzen der Menschen zu zaubern.