Zweibrücken Die bösen Erinnerungen vertrieben

Zweibrücken. Gelungene Revanche am Zweibrücker Hornbachstaden: Im Stadtderby der Fußball-Bezirksliga Westpfalz zwischen den VB Zweibrücken und dem TSC Zweibrücken setzten sich am Samstag die Gastgeber mit 2:1 (0:1) durch und vertrieben damit letzte Erinnerungen an die 0:5-Niederlage im Hinspiel.

Vor rund 600 Zuschauern gewannen die VB Zweibrücken wegen ihres kämpferischen Engagements. Die Truppe von Spielertrainer David Schwartz (verletzungsbedingt nicht dabei) kämpfte um jeden Grashalm und lieferte vor allem in der Defensive eine gute Leistung ab. Für den Tabellenführer war es schwer, das von ihm gewohnte technisch eindrucksvolle Spiel aufzuziehen. Der Sportclub hatte zwar mehr Ballbesitz, konnte diesen aber nicht in Tore ummünzen. TSC-Spielertrainer Sanel Nuhic, der sich nach etwas über einer Stunde selbst einwechselte, sah nach dem Abpfiff seine im Vorfeld geäußerten Befürchtungen bestätigt. „Wir wussten, dass es schwierig wird“, meinte er. Die Bewegungsspieler hätten vom zu nachlässigen Spiel des Spitzenreiters profitiert und seien besonders bei Standardsituationen gefährlich gewesen. Der TSC habe es nicht verstanden, seine größeren Spielanteilen in Treffer zu verwandeln. Ein Problem, das die Nuhic-Truppe schon seit Wochen habe. VB-Spielertrainer David Schwartz war dagegen zufrieden, er machte seiner gesamten Mannschaft ein riesen Kompliment: „Da kann man niemanden hervorheben, wir haben verdient gewonnen.“ Vor großer Kulisse entwickelte sich ein Derby, in der der Liga-Primus seiner Favoritenrolle nie wirklich gerecht wurde. Vom schnellen Kombinationsspiel, das den TSC Zweibrücken bislang so oft in dieser Saison ausgezeichnet hat, war nicht viel zu sehen. Mit einer konsequenten und konzentrierten Deckungsarbeit machten es die Platzherren dem Nachbarverein schwer. Der sonst so torgefährliche Philip Jakob etwa kam gar nicht ins Spiel. Dass der TSC zur Halbzeit mit 1:0 in Führung lag, war einer tollen Einzelleistung zu verdanken. Mittelfeldmotor Mentor Shabani trickste auf halblinks zwei Gegenspieler aus und schoss aus knapp 18 Metern unhaltbar ein. Dieses wirklich sehenswerte Tor wurde kurz nach dem Wiederanpfiff von den Platzherren allerdings noch getoppt. Jochen Danner, zur zweiten Halbzeit für Johannes Müller eingewechselt, sorgte mit einem seiner ersten Ballkontakte für den Ausgleich. Felix Brunner hatte an der Strafraumkante der Gäste Peter Raje angespielt, der legte auf Danner ab und dieser traf aus 18 Metern mit einem technisch brillianten Schuss zum 1:1. Dieser Treffer setzte bei den VB-Kickern noch mehr Entschlossenheit frei. Im Gegensatz zum Hinspiel, in dem die Mannschaft nie wirklich eine Chance hatte, agierte sie jetzt absolut auf Augenhöhe. In der 66. Spielminute setzte sich Dominic Schwarz in Szene. Der sehr eifrige Offensivmann wurde im Strafraum von TSC-Keeper Martin Kozel unfair vom Ball getrennt. Schwarz verwandelte den fälligen Elfmeter sicher zum 2:1. Die letzten 20 Minuten des Spiels waren hochspannend, weil der TSC Zweibrücken alles versuchte, um wenigstens noch einen Punkt mitzunehmen. Die VB-Abwehr ließ allerdings bis zum Spielende nichts mehr zu. Und so jubelte nach dem Schlusspfiff durch Referee Christian Weinkauff der VB-Spielerpulk: „Derbysieger, Derbysieger.“

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