Fussball
Deutsche Meisterschaft der JVA-Bediensteten in Zweibrücken wird auf 2021 verschoben
„Wir wollten das Turnier zuerst ja in den Herbst verschieben“, sagt Jörg Honig, der Vorstand der Betriebssportgemeinschaft der Justizvollzugsanstalt (JVA) Zweibrücken. Als Folge der unklaren Lage in der Corona-Krise „haben wir dann vor drei Wochen dann aber endgültig abgesagt und alle teilnehmenden 14 Mannschaften verständigt“, erklärt Honig weiter. Zuvor hatte es bereits Nachfragen der Mannschaften gegeben, ob denn gespielt werde. Das alle zwei Jahre ausgetragene Turnier soll nun auf jeden Fall nachgeholt werden, „dann eben 2021, wahrscheinlich im Juni“, bekräftigt Honig.
2018 gewinnen die Zweibrücker DM-Titel
Eigentlich hätten die Zweibrücker in anderthalb Wochen Ausrichter und Gastgeber der deutschen Meisterschaften der Bedienstetenmannschaften im Fußball sein sollen und hatten dafür den Oberauerbacher Rasen als Spielort ausgeguckt. Die Zweibrücker JVA-Kicker hatten sich die Ausrichtung der Titelkämpfe mit ihrem Titelgewinn 2018 in Bremen erspielt. Damals hatten sie in einem mehr als spannenden Finale die JVA Wittlich mit 8:7 nach Elfmeterschießen besiegt. Entscheidenden Anteil am Finalsieg hatte dabei Torwart Felix Wiese. Der hünenhafte Keeper, damals normalerweise im Trikot des SV Großsteinhausen II, entschärfte zwei Wittlicher Strafstöße und verwandelte den letzten Zweibrücker Elfmeter dann auch noch selbst zum Endstand.
Und im vergangenen Jahr wurden die JVA-Kicker nach dem Sieg 2017 erneut Landesmeister – mit vier Siegen in vier Begegnungen und ein starken Torausbeute von 20:0-Toren. Mit Selina Ratzke mischt im Übrigen im JVA-Sturm auch eine Frau mit.
Glimpflich davongekommen bei der Absage
Das Turnier jetzt abzusagen, ging laut Jörg Honig noch relativ einfach, weil noch nicht alles bis zum letzten Ende durchorganisiert war. „Wir sind Gott sei Dank glimpflich davongekommen“, verdeutlicht Honig, „mit der Brauerei und der Band haben wir uns einigen können, und die Tombola-Preise können wir ja auch im kommenden Jahr wieder verwenden.“
Natürlich seien die einheimischen JVA-Kicker traurig über die Absage, „jeder hat zuletzt für sich allein daraufhin trainiert“. Aber bis zum 6. Juli seien keine größeren Veranstaltungen zugelassen. Und gemeinsame Trainingseinheiten oder die üblichen zwei Testspiele vor größeren Turnieren waren eben auch nicht drin. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben, dann eben 2021.