Mörsbach Der Widerstand gegen die Mülldeponie hat ihn bekannt gemacht

Dennis Nizard auf dem Dorfplatz. Im Hintergrund stehen noch die Zelte vom Feuerwehrfest, eines der wenigen Feste die es noch im
Dennis Nizard auf dem Dorfplatz. Im Hintergrund stehen noch die Zelte vom Feuerwehrfest, eines der wenigen Feste die es noch im Ort gibt.

Dennis Nizard möchte Ortsvorsteher von Mörsbach werden. Er möchte Ansprechpartner für die Leute sein und mit Festen und Veranstaltungen wieder Schwung ins Dorfleben bringen.

Im Gespräch mit Dennis Nizard ist schnell zu spüren, wie kommunikativ der 48-Jährige ist. Eine Art, die ihm in seinem Beruf und seinem Ehrenamt zugute kommt. Als ausgebildeter Rettungssanitäter steht er kurz vor dem Abschluss des Staatsexamens zum Notfallsanitäter. Er ist freiwilliger Feuerwehrmann in seinem Wohnort und leitet seit zwei Jahren die Einheit Information und Kommunikation (IuK) der Zweibrücker Feuerwehr. Daneben ist er Ersthelfer der „First Responder“-Einheit Mörsbach.

Gegen die Erweiterung der Mülldeponie gekämpft

„Ich habe gerne mit Menschen zu tun, ihnen zu helfen ist ein befriedigendes Gefühl“, erzählt er. Für die Politik interessiere er sich bereits seit seiner Jugend. So richtig in der Öffentlichkeit bekannt wurde er als Sprecher der „Bürgerinitiative Mörsbach“, die sich vor zehn Jahren gegen die Erweiterung der Mülldeponie formiert hat. Später gründete er mit seinem Nachbarn Michael Knoblauch die Wählergruppe Nizard, die bei der Kommunalwahl 2019 zwei Sitze (Nizard und Knoblauch) im Ortsbeirat holte. „Uns ist es ganz wichtig, eine Neutralität im Gegensatz zu einer Partei zu haben. Das merken wir immer wieder im Kontakt mit Leuten aus dem Ort, dass viele sich schwertun, sich ganz gezielt für eine Partei zu entscheiden. Für diese Wählerschaft möchten wir eine Möglichkeit bieten“, erklärt er. Er ist der einzige Kandidat für den Posten des Ortsvorstehers. Achim Ruf (Grüne) kandidiert nicht mehr.

Sollte er gewählt werden, möchte er „ein zuverlässiger Ansprechpartner für die Leute im Ort sein, sei es bei Streitigkeiten zwischen Nachbarn oder sonstigen Belangen“. Ihm schwebt vor, eine extra Bürgersprechstunde mit dem Ortsvorsteher einzurichten, zusätzlich zum öffentlichen Teil vor Beiratssitzungen. Die Neuigkeiten aus den Sitzungen sollen noch öffentlicher und transparenter für alle werden. Ob dies über einen neuen Schaukasten am Dorfgemeinschaftshaus oder über ein eigenes Mitteilungsblatt passiert, das wisse er noch nicht genau. „Es müssen aber auch die erreicht werden, die nicht im Internet unterwegs sind“, hebt der gebürtige Neunkircher hervor, der 2009 mit seiner Frau und der mittlerweile 18-jährigen Tochter ins Mörsbacher Neubaugebiet zog.

„Man fühlt sich oft so abgehängt“

Des Weiteren ist ihm „die Wiederbelebung des Dorflebens ganz wichtig. Da ist gerade durch Corona viel eingeschlafen und danach nicht mehr aufgegriffen worden. Mit dem zukünftigen Ortsbeirat und den fünf Mörsbacher Vereinen, muss das in Zusammenarbeit wieder an angestoßen werden, denn Feste und Veranstaltungen sind einfach wichtig für so einen kleinen Ort.“ Auch in der Kommunikation mit der Stadtverwaltung sieht er seine Aufgabe: „Man fühlt sich oft so abgehängt, nach dem Motto: ,Die da oben auf dem Berg’. Diese Kluft möchte ich verringern, indem ich mehr Kontakt zur Verwaltung suche.“ Durch den möglichen Einzug einiger Mörsbacher Beiratskollegen in den Zweibrücker Stadtrat verspricht er sich hier eine Hilfe.

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