Fußball
Dem SV Palatia Contwig helfen feste Abläufe auf den einzelnen Positionen
Als Meister der A-Klasse begann im vergangenen Sommer die Bezirksliga-Geschichte des SV Palatia Contwig. Die Euphorie war aber schnell verflogen, denn der Aufsteiger startete schwach in die höhere Spielklasse. Erst 15 Punkte landeten in 19 Spielen auf dem Guthaben-Konto. Als Vorletzter will die Palatia in den kommenden 13 Partien der Rückrunde nun noch das Maximum herausholen.
Um die Klasse noch zu halten, gehen die Contwiger Kicker mit veränderter Grundordnung auf dem Platz und dem großen Zusammenhalt im Verein in die restlichen Spiele. Die Palatia-Fußballer sind in der heißen Phase der Saisonvorbereitung angelangt. Trainer Tim Hüther arbeitet weiter daran, Automatismen mit seinem Team einzuspielen, um aus der Abstiegszone herauszukommen. „Wir haben im Laufe der Hinrunde begonnen, auf ein klareres System umzustellen. Mehr hin zu festen Abläufen auf den einzelnen Positionen. So dass jeder Spieler, auch wenn er von der Bank kommt, genau weiß, was seine Aufgaben auf dem Platz sind“, erläutert Hüther dieses Vorgehen, die Grundordnung taktisch anders aufzuteilen. Die Contwiger sind allerdings, wie so viele andere Klubs in der Winterzeit auch, von regelmäßigen Krankheitsständen unter den Spielern betroffen, was nicht dazu beiträgt, sich einzuspielen.
Zu Saisonbeginn „viel zu blauäugig“
Dennoch ist der 28-Jährige davon überzeugt, den richtigen Weg gefunden zu haben. „Diese Herangehensweise hat uns letztlich Punkte eingebracht. Auch gegnerische Trainerkollegen sagten mir nach den Spielen, dass sie nicht verstehen, warum wir so weit unten drin stecken“, berichtet der B-Lizenz-Inhaber.
Der Anfang der Hinserie war, zumindest beim Blick auf die reine Punkteausbeute, eine Zeit zum Vergessen. „Viel zu blauäugig“ sind sie laut ihrem Trainer das Abenteuer in der höheren Spielklasse angegangen. „Wahrscheinlich, weil wir dachten, die erfolgreichen Jahre der A-Klasse gehen hier einfach weiter“, vermutet er. Auf das geforderte Spielniveau hätten sie sich langsam, aber mittlerweile sicher eingestellt, sodass sie die Hoffnung nicht aufgegeben, am Ende mindestens sechs Mannschaften hinter sich zu lassen.
Wichtige Spiele gleich zum Auftakt
Zum Auftakt muss die durchschnittlich junge Contwiger Mannschaft am Sonntag, 25. Februar, ab 15.15 Uhr auf dem Hartplatz der SG Oberarnbach/Obernheim-Kirchenarnbach/Bann antreten, die bis dato auch nur drei Punkte mehr als sie aufweist. Eine Woche danach gastiert das Schlusslicht aus Mannweiler/Stahlberg/Dielkirchen beim Vorletzten in Contwig. „Da müssen wir direkt punkten. Wenn wir aus den zwei Spielen nichts holen, dann war es das wohl schon“, prophezeit der Disponent im Einkauf bei der Wasgau AG.
Egal, wie es nach den 13 Spielen für den Verein ausgeht: Für ihn persönlich beginnt im Sommer ein ganz neues privates Abenteuer. Seine Ehefrau Svenja und er werden zum ersten Mal Eltern. Die Vorfreude ist natürlich riesig und damit ist für ihn aber auch klar, dass er seinem Jugendverein zwar erhalten bleiben wird, jedoch nur noch als Spieler.
Hüther selbst muss erst wieder in Form kommen
„Wenn der neue Trainer, Niklas Kupper, mich zudem mal in beratender Funktion braucht, dann tue ich das natürlich sehr gerne.“ Aber sonst möchte er mehr Zeit fürs Private haben. Er verbringt ohnehin sehr viel Zeit im Auto, da er in Pirmasens arbeitet, in Niederbexbach wohnt und in Contwig Fußball spielt. Zudem muss Hüther selbst erst wieder in Fußballerform kommen. „Meine Verletzung mit dem Knorpelschaden im Knie ist jetzt zwölf Monate her. Ich bin ständig in Physiotherapie und kann schon kontaktlose Spielformen mitmachen. Aber ich mache mir nichts vor, das wird noch eine ganze Zeit dauern, bis ich wieder die Fußball-typischen Abläufe und Bewegungen drin habe.“
Auf dem Transfermarkt gab es im Winter keine Bewegung bei der Palatia. „Torben Schön, Marvin Ewald, beide vom SV Ixheim, und Luca Baur vom TSC Zweibrücken, sind bislang fix für den Sommer, ansonsten werden wir aus der A-Jugend zwei, drei Spieler hochziehen, sobald sie im März und April 18 Jahre sind.“