Nachruf „De Professor aus ’ em Evangelische“ ist tot: Harald Lehmann stirbt mit 83

Harald Lehmann war Arzt am Evangelischen Krankenhaus Zweibrücken.
Harald Lehmann war Arzt am Evangelischen Krankenhaus Zweibrücken.

„Die Familie und die Medizin waren sein Leben“, steht in der Todesanzeige von Harald Lehmann, der am Sonntag im Alter von 83 Jahren gestorben ist. Der Mediziner ist besonders vielen älteren Zweibrückern noch bekannt als „de Professor aus ’em Evangelische“.

Dort, im ehemaligen Evangelischen Krankenhaus am Himmelsberg, hat sich der in Breslau geborene Arzt Harald Lehmann in der Abteilung Innere Medizin viele Jahre um seine Patienten gekümmert, war von 1980 bis 2005 als Chefarzt der Inneren verantwortlich. Zudem ist Harald Lehmann Autor etlicher Fachpublikationen, unter anderem zu Morbus Wegener, einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung. Außerhalb des Krankenhauses hat sich Lehmann ebenfalls einen Namen gemacht. Er war lange und bis zu seinem Tod Vorsitzender der Kulturstiftung Gehrlein-Fuchs, hatte als solcher ein ausgeprägtes Wissen und Leidenschaft für die Bildende Kunst und die Geschichte. Zusammen mit seinen Mitstreitern hat Harald Lehmann etliche Ausstellungen und Symposien organisiert, um den Stiftungszeck – kulturelle Zeugnisse der Zweibrücker Vergangenheit der Allgemeinheit zugänglich zu machen – zu erfüllen. Auch in der Mannlich-Stiftung engagierte sich Harald Lehmann. Und in der evangelischen Kirche Zweibrücken brachte er viele Jahre lang sein Wissen und seine Zeit ein. Lehmann wurde schließlich zum Ehrenpresbyter ernannt.

Seine spätere Frau Sylvia, die ebenfalls Ärztin ist, lernte Harald Lehmann während ihrer gemeinsamen Ausbildung in einem Kieler Krankenhaus kennen. 1971 heiratete das Paar in Bad Nauheim und zog einige Jahre später mit den mittlerweile drei Söhnen und einer Tochter nach Zweibrücken, wo sich der Name „Professor Lehmann“ zur medizinischen Institution am mittlerweile geschlossenen Evangelischen Krankenhaus entwickelte. Die drei Söhne des Professors wurden ebenfalls Ärzte, während seine Tochter als Wirtschaftshistorikerin arbeitet. Neben seiner Frau und seinen Kindern hinterlässt Harald Lehmann zehn Enkelkinder. Die Trauerfeier für Professor Harald Lehmann findet am Mittwoch, 27. Dezember, um 13 Uhr in der Versöhnungskirche in der Rötgenstraße statt. Die Beisetzung erfolgt laut den Hinterbliebenen im engsten Familienkreis.

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