Zweibrücken Das Kabarett kehrt zurück

Heute, Donnerstag

Musikalisch geht’s im Zweibrücker Erdgeschoss heute ab 20 Uhr an den Mississippi. Den tiefen Blues, der entlang des Flusses rauf und runter gespielt wird, bringt der Sänger, Gitarrist und Violinist Menic nach Zweibrücken. Seine Musik schöpft Menic aus den musikalischen Traditionen um den nördlichen Atlantik und dem Mississippi. Trotz dieser Wurzeln hat Menic seine Scheuklappen früh abgelegt und sich nie in Schubladen stecken lassen. Der Sänger arbeitete in der Vergangenheit mit diversen Musikern und Bands verschiedener Stilrichtungen wie Punk, Cajun, Stoner Rock, Irish Folk and Bluegrass. Darunter waren beispielsweise Bands wie Zeno Tornado, The Dead Brothers, Mama Rosin, Delaney Davidson oder The Tight Finks. 2012 erschien sein erstes Solo Album auf Voodoo Rhythm. Menic offeriert zwölf originale Songs aus einer weiten Palette von Stimmungen und Stilen, gespielt auf akustischen Instrumenten wie Banjo, Mandoline, Akkordeon, Kontrabass, Violine und Slide-Gitarre. Der Eintritt ist frei. Auch Lady Gomorra, die zweite Künstlerin, die heute im Erdgeschoss auftritt, lädt ein zu einer musikalischen Reise von Bern nach Italien und von dort hinaus in die Welt – und zurück. So handeln ihre Songs etwa vom Fortgehen oder von utopischen Träumen. Die Sängerin trägt eigene Lieder und Traditionals in Italienisch, Englisch, Französisch und Berndeutsch vor. Der Eintritt ist frei. Das Casino der Kaiserslauterer Volksbank wird am Freitag zum Konzertschauplatz. Die finnische Sängerin Kirsti Alho gilt als Geheimtipp der europäischen Jazz-Szene und wird ab 20 Uhr ihr Können als außergewöhnliche Interpretin beweisen. Nach ihrem Klavierstudium etablierte sie sich als Sängerin und machte Deutschland zur zweiten Heimat. Titel zwischen Swing und modernem Jazz dienen ihr als Grundlage für ihre intensiven Improvisationen und kreativen Interpretationen. An diesem Abend wird sie begleitet von einer Frauen-Combo: Pianistin Kaori Nomura, Schlagzeugerin Pia Oestreich und Bassistin Lindy Huppertsberg schaffen die Basis für temperamentvolle Midtempo-Swing-Klassiker wie moderne Jazz-Balladen. Dabei werden die Titel von Alhos virtuosem Gesang dominiert, der über mehrere Oktaven reicht und Scat-Elemente aufweist. Eintritt: fünf Euro. Im Zweibrücker City-Outlet heißt es ab 19 Uhr: „Achtung laut!“. Beim DJ-Rockabend stehen „die besten Gitarrenriffs aller Zeiten“ (Eigenwerbung) auf dem Programm. Ein Zweibrücker DJ legt bis 23 Uhr Sachen auf, die man sonst nicht auflegt: Klassiker von Led Zeppelin, ZZ Top, Grand Funk Railraod, Deep Purple, Johnny Winter, Fleetwood Mac, Black Sabbath, Queen, Chuck Berry, Jimi Hendrix, Iron Butterfly und Co. Der DJ-Breich erstreckt sich von der Wine-Bar übers Foyer im Erdgeschoss bei der Rolltreppe. Der Eintritt ist frei, Platzreservierungen sind in der Wine-Bar möglich oder unter Telefon 06332/47221. Der Abend ist ein Test: wenn die Sache ankommt, soll es Zukunft häufiger DJ-Themenabende dort geben. Eine interessante Band macht am Samstag Station im Zweibrücker Erdgeschoss: Das Trio Nitro Injekzia vereint Musiker unterschiedlichster nationaler Herkunft und spielt großartige Punk-Rock-Songs in russischer Sprache. Die Bandmitglieder stammen aus Russland, Kanada und Deutschland. Mit diesen persönlichen Hintergründen bieten die Herren einen gefälligen Mix aus rockigem Songwriting, punkiger Attitüde und shoutigem Gesang. Die Band besteht seit 2011 und hat während dieser Zeit bereits zwei CDs veröffentlicht. Ihr Konzert beginnt um 21 Uhr. Im Zweibrücker Café Pastis gehört der Abend dem Akkordeon. Diese werden von zwei herausragenden Musikern der Region gespielt: Nino Deda und Barbara Müller werden gemeinsam Musetten und Lieder zwischen östlicher Folklore und westlicher Popularmusik intonieren. Nino Deda begann bereits mit fünf Jahren damit, Akkordeon zu spielen. Später studierte er Komposition und Klavier und war als Musiklehrer tätig bis er nach Deutschland zog. Als Dozent für Klavier und Akkordeon und als engagierter Musiker tritt er mit zahlreichen Ensembles und Projekten auf. Barbara Müller kennt man in Zweibrücken gut von ihren Auftritten mit dem Trio Finale. Um 20 Uhr geht“s los. Der Eintritt ist frei. Der Zweibrücker Stadtteil Beckerswäldchen feiert Viertelfest. Dazu gibt’s ab 19 Uhr Livemusik von der Hubbert House Band. Gitarrist Markus Wille, Schlagzeuger Bernd Auer und Sängerin Sabine Deller haben ein großes Repertoire aus bekannten Titeln zwischen Rock, Pop, Blues und Folk - Stücke von Abba bis Frank Zappa im Gepäck. Allerdings versehen die Musiker die Songs alle mit einer eigenen Note und interpretieren sie nach eigenem Wohlgefallen. Im Blieskasteler Gasthaus zum Park gibt es ab 21 Uhr ein Konzert von Jollycaster. Die Band besteht aus Gitarrist und Sänger Uwe Jolly, Bassist Michael Schmitt und Drummer Thomas Piro wandeln auf den Spuren von Jimi Hendrix und spielen großartige Eigenkompositionen zwischen Blues, Blues-Rock, Gitarren-Rock und Funk. Dabei steht meist die Gitarre im Vordergrund: Verspielte, virtuose und druckvolle Sounds werden von einem funky Bass und erdigen Grooves untermalt. Ausgiebige Soli und zwingender Gesang finden sich ebenfalls in den hörenswerten Songs der Band. Im Saarbrücker Theater Blauer Hirsch ist Musikerin und Kabarettistin Lucy van Kuhl zu Gast. Mit ihrem aktuellen Programm „Fliegen mit dir“ präsentiert sie sich erstmals solo vor Publikum. Bisher war sie stets in Begleitung auf der Bühne zu sehen, darunter im Chanson-Kabarett-Duo „Crémant & Chardonnay“ sowie als Pianistin von Autor Tim Boltz. In Wort und Musik erzählt die Künstlerin typische Alltagssituationen, Menschliches und Absurdes: Konzertreisen mit der Deutschen Bahn, Erlebnisse auf Kreuzfahrtschiffen, von menschlichen Eigenheiten und eigenen Sehnsüchten. Dabei verbindet Lucy van Kuhl exzellentes Klavierspiel mit kabarettistischem Gesang. Zeitweise wird sie auch ernst und begleitet ihre Stimme zur Abwechslung mit der Ukulele. Beginn: 20 Uhr. Nach dem Mittagessen ein paar coole Beat-Klänge hören. Im Zweibrücker Rosengarten ist das ab 14.30 Uhr möglich. Das britisch-deutsche Quintett The Merrybeats tritt zum Sonntagskonzert an. Der musikalische Ursprung der Band liegt im England der 60er Jahre, wo die Beat-Musik entstand. Gruppen wie die Beatles oder die Searchers prägten den wegweisenden poppig-psychedelischen Sound, der Hunderttausende begeisterte und Grundlage für die weitere Entwicklung der populären Musikstile war. Dem Beat blieben die Merrybeats treu und haben diesen heutzutage erneut zur Kunstform erhoben. Mit authentischen Instrumenten, in Anzüge gehüllt und mit 60er-Jahre-Frisuren spielen die fünf Herren eine spaßbringende Oldschool-Show mit Beatmusik vom Feinsten. (ckl)

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