Zweibrücken Das erste Länderspieltor

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MERZIG. Die A-Jugend-Handballer der deutschen Nationalmannschaft gewannen am späten Donnerstagabend das Finale des hochkarätig besetzten 30. Sparkassen-Cups im saarländischen Merzig mit 32:22 gegen Dänemark – mit SV 64-Spieler Marc-Robin Eisel im Trikot mit dem Bundesadler. Die Saarauswahl (mit etlichen Zweibrückern) belegte Platz drei nach dem abschließenden 30:20-Erfolg gegen die Schweiz.

Eisel stand auch im Endspiel gegen die Dänen bei der „kleinen Europameisterschaft“ noch mal als Spielmacher auf dem Feld. Tags zuvor, am zweiten Vorrundentag, hatte der Homburger gegen die Niederlande in der 37. Spielminute sein erstes Länderspieltor erzielt. Nach außen hin zeigte er das kaum, „aber innerlich hab’ ich mich riesig gefreut“, meinte der 17-Jährige. Kurz darauf traf er noch per Strafwurf. Nervös sei er am ersten Tag gegen die Schweiz noch gewesen, meinte er lachend. Aber er sei mit seinen Leistungen ganz zufrieden. Das sah auch Bundestrainer Jochen Beppler durchaus so. „Es spricht für die Persönlichkeit eines Spielers, wenn er gleich die Akzeptanz seiner Mitspieler hat“, lobte der DHB-Trainer Eisel, der noch zum jüngeren Jahrgang gehört. Von denen hatte Beppler gleich sieben Spieler im Aufgebot, die er alle mal im Wettkampf sehen wollte. „Auch bei Marc-Robin wollte ich sehen, wie er sich in Situationen auf dem Spielfeld bewährt. Er hat sich total gut eingefügt, war anpassungsfähig, auch wenn die Abstimmung mit den anderen noch nicht in allem passen konnte“, so Beppler. Wichtig für Eisels Zukunft sei, dass er gut Abwehr spielen könne und auch Torgefahr aus der Distanz entwickle. „Aber da ist er bei seinem Verein SV 64 gut aufgehoben und wird gut gefördert.“ Auch im äußert knappen Halbfinale der Deutschen gegen die Saarauswahl (22:21) mit neun Zweibrücker Spielern (acht vom SV 64, mit Max Hartz einer von der VTZ) erzielte Eisel aus Sicht von Landestrainer Dirk Mathis zwei spielentscheidende Tore. Die knappe Niederlage und der souveräne 30:20-Sieg der Saarländer gegen die Schweizer im Spiel um Platz drei waren für Mathis die Sahnehäubchen auf ein gutes Turnier. „Man kann bei Spielern genau eine Entwicklung innerhalb des Turniers sehen. Dass wir den Deutschen zudem so lange Paroli geboten haben, war schon außergewöhnlich.“ Das ganze Saar-Team habe eine guten Job gemacht, darunter Nils Wöschler zusammen mit den Saarlouisern Lars Walz und Lars Weissgerber als ein Häuptling und Kämpfer, Torwart Benny Berz gegen die Deutschen und auch Tim Schaller mit sechs Toren gegen die Eidgenossen. Turnier in Zahlen Vorrunde Gruppe A: HV Saar - Dänemark 18:26, HV Saar - Island 24:18, Polen - HV Saar 26:29 – 1. Dänemark 77:67 Tore, 5:1 Punkte; 2. HV Saar 71:70, 4:2; 3. Polen 82:79, 3:3; 4. Island 61:73, 0:6 Vorrunde Gruppe B: Deutschland - Schweiz 20:14, Niederlande - Deutschland 19:27, Deutschland - Norwegen 26:19 – 1. Deutschland 73:52, 6:0; 2. Schweiz 56:63, 4:2; 3. Norwegen 63:60, 2:4; 4. Niederlande 53:80, 0:6 Halbfinale: Dänemark - Schweiz 26:22, HV Saar - Deutschland 21:22 Spiel um Platz sieben: Niederlande - Island 25:28 Spiel um Platz fünf: Polen - Norwegen 21:24 Spiel um Platz drei: Schweiz - HV Saar 20:30 Finale: Dänemark - Deutschland 22:32.

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