Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Damen-Saarlandliga: Steigerung bringt Tabellenführung

Torschützinnen für die SG: Ella Hartfelder (links) und Lea Luga.
Torschützinnen für die SG: Ella Hartfelder (links) und Lea Luga.

Die Anfangsphase in der Deckung, „die war noch etwas chaotisch“, resümierte Rüdiger Lydorf, Trainer der Saarlandliga-Handballerinnen der SG SV 64/VT Zweibrücken nach der Partie am Samstag bei der SG Ottweiler/Steinbach. Hätte vom Anpfiff weg die Zuordnung im Deckungsverband gestimmt, wäre ein höherer Erfolg der Zweibrückerinnen als der nach holprigem Start letztlich souveräne 33:28 (19:16)-Sieg möglich gewesen.

Verdienter Erfolg: Gegen einen Aufsteiger, „der wirklich eine sehr gute Spielanlage hat und uns extrem gefordert hat“, zollte Lydorf den Gastgeberinnen Respekt. Das Zweibrücker Team hat spielerisch immer noch Luft nach oben, „aber einige Dinge haben wir klar besser gelöst, als zuletzt“, sagte der Trainer.

Unter anderem wurde von den Außenpositionen besser getroffen. Celine Jag, die auf der linken Außenbahn begann, markierte das 1:1 für die Zweibrückerinnen. Die sechsmalige Torschützin für Ottweiler/Steinbach, Miriam Baab, hatte die Gastgeberinnen in Führung gebracht. „Die wussten ziemlich genau, was wir machen“, lobte Lydorf die gegnerische Abwehr, die vor allem den Zweibrücker Rückraum immer wieder unter Druck setzte. Ausschalten ließ sich Janine Baus aber nicht, sie traf zwölf Mal. Was bei Zweibrücken deutlich besser funktionierte, war das Zusammenspiel mit den Kreisläuferinnen. Das nutzte Hanna Müller, um vom Kreis vier blitzsaubere Treffer zu erzielen.

„Kein glanzvoller, aber ordentlicher Arbeitssieg“

Ottweiler/Steinbach wusste, was Zweibrücken spielt, aber auch die SG war auf die Gastgeberinnen vorbereitet und stabilisierte sich in der Abwehr nach einer knappen Viertelstunde. Janine Baus traf zum 5:5 (9.), und eine Minute später markierte Ella Hartfelder die erste Führung für Zweibrücken – 6:5. Danach erhöhte sie selbst auf 7:5. Vergangene Woche zu Hause nicht vom Wurfglück verfolgt, traf Ella Hartfelder in Ottweiler fünf Mal ins gegnerische Tor. „Wir wussten, dass es wichtig sein würde, dass wir von außen treffen, weil Ottweiler das Zentrum zumacht.“ Lydorf bestätigte, dass diese Angriffsidee aufging.

Noch zweimal – 7:7 (12.) und 9:9 (15.) – konnten die Gastgeberinnen ausgleichen. Danach hatte Zweibrücken ständig die Nase vorn. Die beiden Außenspielerinnen – Hartfelder und Lea Luga – warfen die 9:7-Führung heraus. Nachdem diese egalisiert worden war, war Vera Jänicke mit einem Doppelschlag zum 11:9 erfolgreich. Luga, Baus und Müller bauten den Vorsprung auf fünf Tore aus. Zweibrücken hielt, weil nun auch der Defensivverbund sich besser gefunden hatte, die Gastgeberinnen immer auf Distanz. Unterm Strich, so sagte Lydorf, „war es kein glanzvoller, aber ein ganz ordentlicher Arbeitssieg“, der die Zweibrückerinnen vor dem letzten Vorrundenspieltag wieder auf Platz eins klettern ließ.

So spielten sie

SG SV 64/VT Zweibrücken: Grünewald, Semar - Baus (12/3), Hilz, Zellmer (4) - Hartfelder (5), Jag (1) - Müller (4) - Hoffmann (1), Luga (2), Jänicke (4), Edrich, Carkadzija, Sommer.

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