Zweibrücken Corona-Testzentrum: Kein Strom und keine Toilette

Das Corona-Testzentrum an der Kasernenstraße.
Das Corona-Testzentrum an der Kasernenstraße.

Rund 20 Tests werden täglich von freiwilligen Helfern an der Corona-Teststation an der Kasernenstraße durchgeführt. Das Deutsche Rote Kreuz erwartet über die Feiertage einen deutlichen Zuwachs an Schnelltests. Für die Helfer ist das eine große Herausforderung – zumal vor Ort einiges fehlt.

Die Stadt hatte den Testcontainer gekauft, um nicht länger einen mieten zu müssen. Täglich zwischen 9 und 11 Uhr stehen die Helfer parat, um an dem als Drive-in organisierten Testcenter die Abstriche zu nehmen. Das wird auch an und nach den Feiertagen so sein. Bislang war das Wetter selten so richtig winterlich, kalt ist es morgens bei Dienstbeginn dennoch. „Wir kommen morgens vor 8 Uhr zum Vorbereiten, da ist es schweinekalt hier drin“, schilderte ein Mitarbeiter gegenüber der RHEINPFALZ. Der Container wird von einem Aggregat mit Strom versorgt, teilten Stadt und DRK auf Nachfrage mit. „Das wird aber erst eingeschaltet, wenn die Helfer vor Ort sind“, schildert der kommissarische Geschäftsführer des DRK-Kreisverbands, Hans Prager. Aus Umweltschutzgründen wolle man das Aggregat nicht dauerhaft laufen lassen, ergänzt er. Man suche derzeit mit den Stadtwerken an einer Lösung, um den Container mit einer festen Stromleitung versorgen zu können. Dann könnte Temperaturen unter dem Gefrierpunkt auch ein Elektroofen installiert werden.

Feste Stromleitung für Container gewünscht

Dass das Rotkreuz nachgefragt habe, ein Stromkabel vom Testcontainer zum benachbarten UBZ-Gelände legen zu dürfen, wies der Umweltbetrieb auf Anfrage der RHEINPFALZ zurück. Davon abgesehen, „dass das Gelände vom Deutschen Roten Kreuz doch nur ein Steinwurf von der Teststation entfernt ist, also als Übergabepunkt zur Verfügung stehen könnte, liegt bei uns bis zum heutigen Tage weder eine Anfrage vom DRK noch von der Stadtverwaltung Zweibrücken vor“, teilte der Umweltbetrieb, der Eigentümer des Areals an der Kasernenstraße, am Freitag mit. Auch für mögliche Pläne, die Teststation von der Kasernenstraße her mit Strom zu versorgen, „liegt uns als Grundstückseigentümer weder ein Antrag noch ein Plan vor“, so der UBZ weiter.

Ein weiteres Problem macht den Helfern zu schaffen. Am oder im Container gibt es keine Toiletten. „Nicht mal ein Dixi-Klo!“, so einer der Helfer. Prager weist aber die Aussage eines Helfers zurück, wonach diese aus Corona-Schutzgründen nicht die Toiletten der benachbarten Rettungswache nutzen dürften. Eine Toilette sei aus mehreren Gründen nicht zu verwirklichen – das DRK müsste dann zusätzliches Personal abstellen, das die Toilette reinigt und desinfiziert –, aber die Helfer dürfen die Toilette der Rettungswache nutzen, so Prager.

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