Zweibrücken / Contwig
Corona, Energiekrise, Mitgliederschwund: Fasnachtsverein HFZ verzichtet auf Prunksitzung
Der Verein habe sich „schweren Herzens dazu entschlossen, bis auf weiteres keine Saalfasenacht mehr zu veranstalten“, teilte HFZ-Präsident Marc Heib mit. Der Grund seien in erster Linie die Corona-Maßnahmen, Absagen und Einschränkungen der vergangenen Jahre, die dazu geführt hätten, dass viele Aktive der Fasenacht den Rücken gekehrt und sich anderweitig orientiert hätten: „In früheren Jahren waren wir in der Lage, eine Prunksitzung mit 80 Prozent eigenen Kräften zu bestreiten. Momentan müssten wir leider eine große Anzahl an Fremdbeiträgen verpflichten. Dies entspricht nicht dem Selbstverständnis des Vereins. Es macht für uns keinen Sinn, eine Prunksitzung mit überwiegend Fremdbeiträgen zu gestalten.“
Die zu erwartenden Ein- und Beschränkungen in der kommenden Session sowie die stark gestiegenen Energiekosten „und die damit verbundenen erheblichen Mehrkosten haben uns zu diesem drastischen Schritt bewogen“. Ein ebenfalls nicht unerheblicher Grund sei das veränderte Freizeitverhalten der Besucher solcher Veranstaltungen.
Nach 42 Jahren „sehr schwer gefallen“
„Es ist uns sehr schwer gefallen, nach nunmehr 42 Jahren diese Maßnahme ergreifen zu müssen“, bedauert Marc Heib. Der HFZ werde aber in der kommenden bei befreundeten Vereinen zu Gast sein, an verschiedenen Veranstaltungen teilnehmen und vereinsintern für seine Mitglieder verschiedene Freizeitaktionen organisieren.
Der Karneval-Verein Zweibrücken (KVZ) geht dieses Jahr mit 140 aktiven Mitgliedern in die Kampagne 2022/2023, die am 11. November beginnt. Das teilte der zweite Vorsitzende Frank Jakobi mit. Die Clubgemeinschaft Hasensteig (CGH) und die Zweibrücker Fasenachts-Freunde (ZFF) wollen ebenfalls im November die Session eröffnen. Die Freizeitgemeinschaft (FZG) Wolfsloch hatte Mitte Oktober mitgeteilt, dass zwar Planungen liefen, aber noch einiges ungewiss sei.