Tennis RHEINPFALZ Plus Artikel Contwiger Vereinsduell wird klare Angelegenheit

Ex-Fußballer mit Tennisschläger: Thomas Flohr.
Ex-Fußballer mit Tennisschläger: Thomas Flohr.

Es war kein guter Einstieg in die Tennissaison 2023 für die neuformierte zweite Herrenmannschaft des TC Contwig in der C- Klasse. Beim vereinsinternen Duell mit dem ersten Herrenteam gab es auf der Anlage am Schwimmbad eine klare 0:6-Niederlage.

In der Partie an Position eins standen sich Martin Rohr von der zweiten Mannschaft und Thomas Flohr gegenüber. Dem 42-jährigen Flohr, der schon für die Palatia aus Contwig als Spieler und als Trainer die Fußballschuhe schnürte, konnte man eine gute Beinarbeit attestieren. Bei den langen Grundlinienduellen mit seinem Kontrahenten, bei denen Flohr gerne seine Rückhand umlief, um die Vorhand meist cross ins Feld zu setzen, hatte Flohr meist das bessere Ende für sich.

Flohr, der im vergangenen Jahr mit dem Tennis angefangen hat, ist aber noch ab und an auf dem Fußballplatz zu finden, wo er in der Jugendarbeit der Palatia eingebunden ist. „Der Kontakt und die Arbeit mit den Jugendlichen machen mir Spaß“, berichtet der zweifache Familienvater, der seit zwölf Jahren mit seiner Frau Jacqueline verheiratet ist. Beruflich ist Flohr bei der Firma Seiba in Neunkirchen angestellt, die das Recycling von Spraydosen betreibt.

Das erste Medenspiel

In seinem Tennisspiel gegen Rohr hatte man nie das Gefühl, dass der Ex-Fußballer sein Match verlieren würde. Mit 6:3 und 6:2 gewann der bald 43-jährige Flohr am Ende sein erstes Saisonspiel der Medenrunde 2023.

Flohrs Mitspieler und Spielführer Timo Hoffmann, der an Position drei gegen Julian Fottner antreten musste, machte bei seinem 6:0, 6:0- Sieg kurzen Prozess und verließ nach knapp 45 Minuten Spielzeit den Tennisplatz im Eiltempo. Für den 35-jährigen Hofmann war dies sein erstes Medenspiel. „Dafür lief es heute ganz gut“, beschrieb Hofmann seine Leistung. „Ich musste nur geduldig sein und auf die Fehler meines Gegners warten“, erklärte Hofmann, der vor seinem Einstieg ins Tennis auch schon Fußball und American Football gespielt hatte, weiter. „Wir spielen in dieser Besetzung im Team erstmals so zusammen, hatten bislang erst wenige Trainingseinheiten. Dafür haben wir heute eine gute Leistung abgerufen“, zieht der Spielführer der Ersten ein positives Fazit.

Hohe Doppelfehlerquote

Zum Gesamterfolg gegen die zweite Mannschaft des TCC trugen noch Andreas Leiner und Lukas Bärmann bei. Leiner gewann sein Match an Position zwei gegen Jonas Martin, den Spielführer der Zweitvertretung. Martin war nach seiner 4:6, 3:6-Niederlage unzufrieden. „Ich hatte heute keinen guten Tag, habe zu viele Fehler bei den Grundschlägen gemacht“, bewertete der 19-jährige Martin, der seit zwölf Jahren Tennis spielt, seine Leistung zum Saisonauftakt. „Auch meine Doppelfehlerquote bei den Aufschlägen war deutlich zu hoch“, befand Martin, der beruflich im Herbst eine Lehre als Elektriker anfangen will. „Die Zeit bis dahin überbrücke ich im Outlet in Zweibrücken, wo ich bei einem holländischen Herrenausstatter arbeite.“

In der letzten Partie an Position vier zwischen Mirko Laborenz (Herren 2) und Lukas Bärmann (Herren 1) ging es flott hin und her. Beide suchten bei Ballwechseln von der Grundlinie oft den schnellen Punkt, ließen sich nicht auf lange Ballwechsel ein. Bärmann war der sicherere Spieler, der die Partie mit 6:3, 6:1 nach Hause fuhr.

Großer Ehrgeiz

Nach vier Einzelsiegen für die erste Mannschaft war das Match schon entschieden. Aber auch in den Doppeln waren die Herren vom TCC 1 ehrgeizig und feierten zwei klare Zwei-Satz-Siege, gewannen am Ende ohne Satzverlust die sechs Matches gegen ihre Kollegen, die ihr erstes Lehrgeld bezahlten.

SO SPIELTEN SIE

TC Contwig 2 – TC Contwig 1 0:6. Einzel (0:4): Rohr – Flohr 3:6, 2:6, Martin – Leiner 4:6, 3:6, Fottner – Hoffmann 0:6, 0:6, Laborenz - Bärmann 3:6, 1:6, Doppel (0:2): Rohr/Fottner – Hoffmann/Flohr 1:6, 0:6, Martin/Laborenz – Leiner/Bärmann 3:6, 2:6.

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