Fussball
Contwiger Hüther zirkelt in Martinshöhe Ecke direkt ins Netz
Es war am Ende eine klare Angelegenheit für die Palatia aus Contwig. Mit 6:0 (1:0) deklassierte die Mannschaft von Trainer Max Blum ihren Gastgeber SV Martinshöhe. Damit festigte die Palatia mit nun 17 Punkten Platz vier in der Gruppe 2 der A-Klasse Pirmasens/Zweibrücken.
„Wir haben zwar heute eine Packung bekommen, die nach dem Spielverlauf etwas zu hoch ausgefallen ist,“ stellt Florian Paulus, der Spielertrainer des SV Martinshöhe nach Spielschluss im Spielerkreis fest. „Doch unser heutiger Gegner war sehr stark, hat eine hohe spielerische Qualität an den Tag gelegt. Von daher hat er auch verdient gewonnen. Wir müssen jetzt erst einmal die Wunden lecken, die spielfreie Woche nutzen, um dann wieder ins Geschehen einzugreifen“, meinte Paulus weiter.
Krieger und Redinger wirbeln
Max Blum war auf der anderen Seite hochzufrieden mit dem Endergebnis, auch wenn er an der Leistung seines Teams in der ersten Hälfte einiges auszusetzen hatte: „Wir haben zwar viel Ballbesitz gehabt, das Spiel gemacht, doch zum Abschluss sind wir nur einmal – beim Tor zum 0:1 durch Tim Krieger – gekommen,“ kritisierte Blum und ergänzte zu den zweiten 45 Minuten: „Die zweite Hälfte konnte mich überzeugen, denn da haben wir unsere Chancen besser genutzt und die Tore zum letztendlich hochverdienten Sieg gemacht,“ sprach der Coach der Palatia.
Überragender Spieler bei der Siegermannschaft war der dreifache Torschütze Tim Krieger, der zusammen mit seinem Sturmkollegen Lukas Redinger die Abwehr der Heimmannschaft gehörig durcheinander wirbelte. Beide Stürmer nutzten besonders nach dem Seitenwechsel ihre Schnelligkeit bei langen Pässen aus dem Mittelfeld aus. Hier zeichnete sich besonders Mittelfeldstratege Tim Hüther aus, der zusammen mit seinem Mittelfeldpartner Felix Fuessgus die Sturmkollegen mit zunehmender Spieldauer immer öfter gut in Szene setzte.
An Freund und Feind vorbei
Hüther war auch im Abschluss sehr treffsicher, denn nach Kriegers zweiten Treffer zum 0:3 (54.) erzielte er das 0:4 mit einem strammen Schuss ins lange Eck (64.). Fünf Minuten später legte Contwigs Mittelfeldspieler noch mit einem Kunstschuss nach. Mit einem von der linken Seite getretenen Eckball traf Hüther ins lange Eck, als der Ball an Freund und Feind vorbei direkt ins Tor sprang. Nach Spielschluss freute sich der Kunstschütze diebisch über seinen Treffer: „Ich habe in der Runde schon mehrfach versucht, das Tor direkt zu treffen. Heute hat es mal geklappt, auch wenn bei solch einem Treffer immer auch viel Glück dazu gehört.“
In der Schlussphase des Spiels, das da schon entschieden war, bemühte sich Martinshöhe um Ergebniskosmetik, hätte fast durch Daniel Schulz noch das Ehrentor geschafft, doch Contwigs Schlussmann Moritz Betz war auf dem Posten (89.). Besser machte es im Gegenzug Contwigs Stürmer Krieger, der mit seinem dritten Treffer zum 0:6 in der Schlussminute den Endstand herstellte.
SO SPIELTEN SIE
SV Martinshöhe: Klöfer – Paulus, Schommer (82. Daniel Maske), Munzinger, Brödel – Schulz, Dahl, Haack (42. Bäsel), Hemmer – Niklas Maske, Rauch.
Palatia Contwig: Betz – Semar, Heubeck (58. Utzinger), Brünesholz (65. Hötasch), Betz – Fuessgus (70. Fuessgus), Huether, Sefrin, Moutous (75. Steuer) – Krieger, Redinger. Tore: 0:1 Krieger (28.), 0:2 Riedinger (50.), 0:3 Krieger (54.), 0:4 Hüther (64.), 0:5 Hüther (69.), 0:6 Krieger (90.) – Gelbe Karten: Munzinger, Haack, Daniel Maske – Beste Spieler: Paulus, Schulz - Huether, Krieger, Redinger – Zuschauer: 95 – Schiedsrichter: Gießler (Konken).