Zweibrücken CDU Wattweiler gedenkt der Einheit zum letzten Mal

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Der CDU-Ortsverband Wattweiler veranstaltete gestern in der Dorfmitte am DDR-Grenzpfahl zum letzten Mal seine Gedenkfeier zur deutschen Wiedervereinigung.

Reinhard Kunze begründete namens der CDU Wattweiler den Entschluss seines Ortsverbands so: Für viele Bürger sei der 3. Oktober nur noch ein Feiertag wie jeder andere kirchliche oder politische Feiertag auch. Außerdem sei das Thema „längst überholt“ und ganz andere Geschehnisse beherrschten „unser Leben und Denken“. Kunze nannte hierbei die Flüchtlingskrise, die unser Land und Europa vor große Aufgaben stellten. Kunze: „Deutschland wird nicht alles alleine schultern können. Grenzen und klare Regeln sind notwendig, damit Humanität dauerhaft funktionieren kann. Keiner weiß, wie viele Millionen Flüchtlinge noch kommen.“ Ebenfalls Sorgen bereiteten nach wie vor die unübersichtliche Lage im Nahen und Mittleren Osten und die damit einhergehenden Flüchtlingsströme. Kunze, der auch Ortsvorsteher von Wattweiler ist, sagte: „Experten sehen das Ende der Globalisierung kommen, weil sich die Welt nicht mehr weiter globalisieren will.“ Der Brexit Großbritanniens und die EU-Absetzbewegungen in anderen Staaten seien ebenfalls Zeichen dafür. Eine Schwächung der EU durch solche Austritte lasse Europa in die Kleinstaatlichkeit wie vor 70 Jahren zurückfallen. Dadurch würden die Erfolge von Konrad Adenauer und Charles de Gaulle riskiert. Die Bundestagsabgeordnete Anita Schäfer (CDU) sagte: „Die Generation junger Deutscher, die nach dem Mauerfall geboren wurde, macht keinen Unterschied mehr zwischen Ost und West. Auch bei der älteren Generation gibt es den Trend zur Angleichung.“ Aber es gebe immer noch Unterschiede bei Löhnen und Renten. Vielleicht werde es noch weitere Jahrzehnte dauern, bis die Lücken ganz geschlossen seien, so die Bundestagsabgeordnete weiter. Andere Unterschiede, etwa bei der Arbeitslosigkeit und Infrastruktur, seien mittlerweile eher regional als Ost-West-bedingt. „Das soll heißen: Manche Bundesländer und Gebiete im Osten sind inzwischen besser als manche im Westen, und niemand kann die heute real existierenden blühenden Landschaften in der ehemaligen DDR übersehen oder bestreiten, dass die deutsche Einheit ein Erfolg geworden ist.“ |jo

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