Zweibrücken CDU-Gedenkfeier: Flüchtlinge Chance für Verjüngung

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Die CDU Wattweiler feierte am Samstag in der Dorfmitte am DDR-Grenzpfahl das Silber-Jubiläum der deutschen Wiedervereinigung.

Ortsvorsteher Reinhard Kunze sprach als erster zu den Besuchern: „25 Jahre sind eine Zeit, auf die wir heute dankbar zurückzublicken. Wir schauen aber auch nachdenklich voraus. Wir durchleben unruhige Zeiten. Heute am 3. Oktober 2015 stehen wir erneut vor Veränderungen, weil viele Menschen in ihren Heimatländern seit Jahren Krieg erleben und die Flucht zu uns nach Europa auf sich nehmen, um ihren Kindern eine Zukunft zu geben.“ Alle Erstaufnahmestellen in Rheinland-Pfalz seien voll ausgelastet. Der Flüchtlingsstrom in unser Land stelle Staat und Gesellschaft vor eine gewaltige Herausforderung. Kunze weiter: „Der Zustrom von Flüchtlingen in unser Land könnte sich aber auch als Glücksfall für unsere alternde Gesellschaft erweisen, wenn wir ihn als Chance nutzen und die Integration vorantreiben.“ Festredner Jürgen Kroh befasste sich mit der Nachkriegsgeschichte Deutschlands . „Am 24. Mai 1949 entstand die Bundesrepublik Deutschland, am 7. Oktober des gleichen Jahres im Gegenzug die Deutsche Demokratische Republik. Von Tag zu Tag trat in dieser Zeit der Ost-West-Konflikt immer stärker zutage. Der kalte Krieg war vorprogrammiert und die Gefahr einer kriegerischen Auseinandersetzung.“ Kroh nannte hierbei auch das des Volksaufstandes in der DDR am 17. Juni 1953, den Mauerbau im August 1961, die Konfrontation am Berliner Grenzübergang Checkpoint Charlie und die ersten Entspannungen im Ost-West-Konflikt unter Kanzler Brandt in den 70ern. Kroh: „Wer hätte nach Öffnung der Grenzen am 9. November 1989 in kühnsten Träumen zu glauben gewagt, dass am 3. Oktober 1990 die Deutschen das große Fest der Wiedervereinigung feiern dürfen?“ Aus dem „Wir sind das Volk“ sei ein „Wir sind ein Volk“ geworden. Der Kirchenchor unter Leitung von Walter Schneider und Trompeter Harald Fuhrmann gestalteten die Feier musikalisch. (jo)

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