Zweibrücken
Bürgerentscheid über Tempolimit: Rimschweiler prüft Möglichkeiten
Für die Ortsdurchfahrt Rimschweiler – die Bundesstraße 424 – liegt ein Lärmgutachten vor. Wie Ortsvorsteher Klaus Fuhrmann (SPD) am Mittwoch dem Ortsbeirat berichtete, wurde in den vergangenen Wochen der Schallpegel in der Ortsdurchfahrt gemessen, tagsüber und auch nachts. Laut Fuhrmann gingen von den Autos Pegel zwischen 55 und 68 Dezibel aus, „selten über 70“. Als Vergleich nannte Fuhrmann einen Staubsauger, der im eingeschalteten Zustand rund 70 Dezibel aussende. Gemessen wurden sei an 128 Gebäuden, so Fuhrmann.
Viele Details gingen aus dem Gutachten allerdings nicht hervor. So ist nicht ganz klar, um wie viel der Lärm sinken könnte, wenn die Höchstgeschwindigkeit im Ort gesenkt wird, auch der Zeitraum der Messung war aus den Unterlagen nicht herauszulesen. Herbert Brengel (SPD) machte sich dafür stark, dass ein Experte das Gutachten dem Ortsbeirat in einer der nächsten Sitzungen vorstellen soll.
Hintergrund der Messung ist der Gedanke, die Geschwindigkeit in der Ortsdurchfahrt von 50 auf 30 Stundenkilometer zu senken. Diese Entscheidung möchte Fuhrmann aber nicht im Ortsbeirat treffen, sie sollte seiner Meinung nach auf eine breitere Basis gestellt werden. Fuhrmann sprach von einem Bürgerentscheid. „Vorher muss aber geklärt werden, ob es überhaupt möglich ist, die Geschwindigkeit auf 30 im Ort zu begrenzen. Es ist ja eine Bundesstraße“, sagte Fuhrmann. Peter Schmidt (CDU) berichtete von der Ortsdurchfahrt Schönenberg-Kübelberg, wo zwischen 20 und 6 Uhr nur Tempo 30 erlaubt sei. Ob und wie die Geschwindigkeit in der Vogesen- und Hornbacher Straße gesenkt werden kann, müsse – nachdem geklärt ist, ob das grundsätzlich möglich ist – ebenfalls noch erörtert werden, sagte Fuhrmann. Erst dann könne über einen möglichen Bürgerentscheid nachgedacht werden.