Squash
Bundesligist Squash Factory Saar-Pfalz spielt künftig wieder in Güdingen
Am Wochenende startet die Squash Factory Saar-Pfalz in die neue Saison 2022/23 der Südstaffel der Herren-Squash-Bundesliga. Nur noch sechs Teams, nach den Abmeldungen des SC Frankfurt und des Königsbrunner SC, sind in der Liga vertreten. Neu dazu kommt aus Krefeld der SC Turnhalle Niederrhein. Für die Bundesliga-Staffel Nord haben ebenfalls nur noch sechs Teams gemeldet.
Der frühere saarländische Club SC Güdingen, der sich zwischenzeitlich in Squash Factory Saar-Pfalz umbenannt hat, hatte seine Heimspiele seit der Spielzeit 2016/17 immer in Zweibrücken in der Squash-Arena in Niederauerbach ausgetragen. Das ist in dieser Saison nicht mehr möglich, weil die Tennishalle mit den dazu gehörenden Squashplätzen und der Gastronomie verkauft wurde.
Teamchef Wessela hofft noch auf eine Rückkehr nach Zweibrücken
„Das ist sehr schade“, bedauert Johannes Wessela, der Vorsitzende und Teamchef der Squash Factory, den Umzug. „Wir haben uns in Zweibrücken immer sehr wohl gefühlt, haben auch mit Heiko Doll, dem Betreiber der Gastronomie, sehr gut zusammengearbeitet.“ Jetzt musste Wessela sich mit seinem Klub eine neue Spielstätte suchen. „Wir sind daher wieder zu unserer Ursprungshalle in Saarbrücken-Güdingen zurückgekehrt“, berichtet der Teamchef, der aber die Hoffnung, in naher Zukunft wieder in Zweibrücken zu spielen, nicht ganz aufgibt. „Man muss die Entwicklung in Zweibrücken abwarten“, hofft er auf eine baldige Rückkehr. 2016 waren die Güdinger in die Westpfalz umgezogen, weil die Courts für die Zuschauer besser einzusehen waren, und das Fernsehen, in erster Linie der Saarländische Rundfunk, hier besser filmen konnte.
Mit seinem Team geht Wessela jetzt schon in die siebte Bundesliga-Saison. Sportlich ist seine Mannschaft längst in der Liga angekommen, hat sich als Spitzenmannschaft etabliert, die sich in der neuen Runde das Erreichen der Play-offs als Ziel gesetzt hat. „Wir wollen dazu wieder Platz eins oder zwei der Staffel erreichen“, gibt Wessela die Marschrichtung vor. Die Vorsaison hatten die Güdinger dann als Dritter der DM-Endrunde abgeschlossen, das beste Resultat der Vereinsgeschichte.
Sieben Neue, darunter ein Südamerika-Meister
Damit das erreicht werden kann, baut Wessela weiter auf die gute Zusammenarbeit mit Trainer Rudolf Rohrmüller, der seit vergangenem Sommer als ehrenamtlicher Coach am Werk ist. „Rohrmüller ist nicht nur aktueller deutscher Nationalspieler und Jugendlandestrainer in Bayern, sondern hat neben seinen sportlichen Erfolgen auch den richtigen Draht zu den Squash-Profis“, unterstreicht Wessela. Der 31-jährige Rohrmüller, der in Rosenheim als Geschäftsführer einer Immobilienfirma arbeitet, stellt von Spieltag zu Spieltag zusammen mit dem Teamchef die Mannschaft auf.
Neu im Kader der Squash Factory Saar-Pfalz ist der 30-jährige argentinische Profi Romiglio Leonardo, der als amtierender Südamerika-Meister inzwischen in Prag in einer gemischten Trainingsgruppe trainiert. „Als wir erfahren haben, dass er noch an keinen Verein gebunden war, haben wir angefragt, und ihn daraufhin verpflichtet“, berichtet Sportchef Wessela über den Coup. „Wann er dann mal zum Einsatz für uns kommen kann, müssen wir im Verlauf der Saison sehen.“ Ebenfalls neu ist mit Finnaly Withington ein junger Spieler aus England, der amtierender Vizeweltmeister der U19-Altersklasse ist. „Auch hier müssen wir sehen, wann er spielen kann“, so Wessela.
Squash Factory startet auswärts in Kempten
Pro Spieltag darf eine Mannschaft maximal auf den ersten beiden Positionen zwei Ausländer spielen lassen. Die anderen beiden Spieler müssen die deutsche Nationalität nachweisen. So muss für jeden Doppelspieltag festgelegt werden, welche zwei Ausländer zum Einsatz kommen. Für den ersten Spieltag planen Spielertrainer Rohrmüller und Wessela mit den beiden Schweizern Robin Gadola (Position eins) und Miguel Mathis (Position drei). Rohrmüller selbst wird an Position zwei spielen, und Johannes Dehmer-Saelz geht an Position vier in den Court.
Den Saisonauftakt bestreitet das Team der Squash Factory Saar-Pfalz am Samstag, 19. November, beim SC Kempten. Tags darauf steigt dann das erste Heimspiel in Güdingen gegen die Sportinsel Stuttgart. Insgesamt gibt es wegen der kleineren Gruppe nur zehn Spieltage, je fünf zu Hause und auswärts.
Kader Squash Factory
1. Mohamed Sherif Elsherbini (Ägypten), 2. Sebastien Bonmalais (Frankreich), 3. Lucas Serme (Frankreich), 4. Rui Soares (Portugal), 5. Romiglio Leandro (Argentinien), 6. Ryosei Kobayshi (Japan), 7. Yuri Farneti (Italien), 8. Joshua Masters (England), 9. Robin Gadola (Schweiz), 10. Rudolf Rohrmüller (Deutschland), 11. Finnaly Withington (England), 12. Miguel Mathis (Schweiz), 13. Tom Ford (England), 14. Jakob Dirnberger (Österreich), 15. Laszlo Godde (Deutschland), 16. Mark Radley (England), 17. Amir Samimi (Luxemburg), 18. Nathan Masset (Belgien), 19. Johannes Dehmer-Saelz (Deutschland), 20. Abdel Rahman Ghait (Deutschland), 21. Kyllian Hebbelink (Frankreich), 22. Rudolf Fries (Deutschland), 23. Yanis Hebbelinck (Frankreich).
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Spieltermine
Heimspiele (immer sonntags 13 Uhr, Güdingen): Sonntag, 20. November: Squash Factory Saar-Pfalz - Sportinsel Stuttgart; Sonntag, 11. Dezember: SF - SC Karlsruhe; Sonntag, 29. Januar 2023: SF - SC Kempten; Sonntag, 19. Februar: SF - Black&White RC Worms; Sonntag, 19. März: SF - SC Turnhalle Niederrhein.
Auswärtsspiele (immer samstags 13 Uhr): Samstag, 19. November: SC Kempten - SF; Samstag, 10. Dezember: Black&White RC Worms - SF; Samstag, 28. Januar 2023: SC Turnhalle Niederrhein - SF; Samstag, 18. Februar: Sportinsel Stuttgart - SF; Samstag, 18. März: SC Karlsruhe - SF.