Squash
Bundesligist aus Zweibrücken hofft auf eine Saison-Verlängerung
Spitzenspieler Sébastien Bonmalais wird von Freitag bis Sonntag laut dem SF-Vorsitzenden Johannes Wessela in allen drei Partien des Wochenendes in der Südstaffel der Bundesliga zum Einsatz kommen. Der 23-jährige, in Saint-Pierre auf der Insel La Réunion geborene Franzose stößt diesmal aus seinem Wohnort Marseille zu seinem Team am Spielort Frankfurt. „Am vergangenen Spielwochenende gab es Buchungsprobleme mit dem Flugzeug“, berichtet Wessela, warum Bonmalais nicht schon, wie geplant, in der Vorwoche zum Einsatz gekommen war. „Wir mussten das dann kurzfristig anders regeln“, erklärt der Clubchef, wieso schließlich der Italiener Yuri Farneti auf der Position eins ran musste. Wessela erwartet diesmal allerdings keine Probleme bei Bonmalais’ Einreise: „Sébastien hat Corona auch schon gehabt.“
Der SC Güdingen, der seit April ganz offiziell Squash-Factory Saar-Pfalz heißt, geht als aussichtsreicher Tabellenvierter im Kampf um die Play-offs am zweiten und bereits letzten Wochenende der wegen des Corona-Virus stark verkürzten Saison 2020/21, die eigentlich Mitte Dezember hätte normal beginnen sollen. Die in der jetzigen Einfachrunde jeweils beiden Erstplatzierten der Süd- und Nordstaffel (spielt diesmal in Paderborn) qualifizieren sich für die Play-offs um die deutsche Meisterschaft im September.
Alle Spiele wieder im Livestream im Internet
Abgesehen von der Änderung mit Bonmalais tritt die Squash-Factory Saar-Pfalz mit der gleichen jungen Mannschaft an, die laut Wessela bereits in der Vorwoche in Böblingen schon so gut gespielt hatte. Demnach stehen wieder Nachwuchsspieler Johannes Dehmer-Saelz, Laszlo Godde, Rudolf Fries und der junge Belgier Nathan Masset für die Mannschaft im Court. Die leichteste Aufgabe des Wochenendes steht der SF-Truppe am Freitag ab 18 Uhr bevor, wenn sie gegen das noch punktlose Schlusslicht Königsbrunner SC antritt. Schwieriger wird es dann schon am Samstag ab 14 Uhr gegen den fünftplatzierten Lokalmatador SC Monopol Frankfurt (fünf, Punkte, ein Punkt weniger als der SC Güdingen) und am Sonntag ab 11 Uhr gegen den Verfolger von Spitzenreiter Worms, die Sport-Insel (SI) Stuttgart, mit acht Zählern. Alle Spiele sind bei Sportdeutschland.TV im Internet per Livestream zu sehen.
Der neue Headcoach Rudi Rohrmüller wird die Mannschaft der Squash-Factory wie in Böblingen betreuen. Der 29-jährige aktuelle Nationalspieler hatte, wie berichtet, den Luxemburger Marc Thrill abgelöst. Rohrmüller spielte im Jahr 2008 erstmals auf der PSA World Tour, im Jahr 2009 war er mal die Nummer 239 der Weltrangliste. Von 2010 bis 2016 und 2019 spielte der gelernte Sport- und Fitnesskaufmann im deutschen Nationalteam bei den Europameisterschaften, 2017 und 2019 auch bei der WM. Zudem trainierte von 2015 bis 2018 das Junioren-Nationalteam der Österreicher. „Wir wollen uns permanent in der deutschen Spitze etablieren, und da erhoffe ich mir mit Rudi als Trainer neuen Schwung“, sagt Wessela erklärend zum Wechsel.
Trainings-Camps vor der neuen Saison
Der in Rosenheim als Geschäftsführer einer Immobilienfirma tätige Rohrmüller solle in der Vorbereitung die kommende Saison 2021/22 mehrere Trainings-Camps mit je vier bis sechs Spielern veranstalten. „Alle Spieler haben zwar auch ihre Heimtrainer, aber wir wollen da mehr in Sachen Teambuilding machen“, sagt Wessela über die künftigen Aufgaben Rohrmüllers, der im Besitz der Trainerlizenz des Deutschen Squash-Verbandes (DSQV) ist.
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