Zweibrücken Bottenbach ohne etatmäßiges Mittelfeld

Zweibrücken. Nach der 1:3-Auswärtspleite in Contwig will der SV Bottenbach jetzt wieder punkten, der A-Klassen-Aufsteiger erwartet am Sonntag (14.30 Uhr) den SV Hochstellerhof. In der B-Klasse Pirmasens/Zweibrücken West tritt der TV Althornbach am Sonntag (12.45 Uhr) bei den VB Zweibrücken II an. Für den SC Winterbach als Tabellensechster der C-Klasse Mitte hält der Spieltag eine Auswärtsaufgabe bereit, der Gegner am Sonntag (12.45 Uhr) heißt SG Waldfischbach II.
Das Derby beim SV Palatia Contwig hat der SV Bottenbach mit 1:3 verloren, eine Woche nach dieser Pleite soll auf eigenem Platz zumindest ein Punkt her. Spielleiter Robert Clauer rechnet mit 90 sehr anstrengenden Minuten. Denn der Tabellensiebte SV Hochstellerhof ließ zuletzt durch einen 4:2-Erfolg gegen das Spitzenteam SG Waldfischbach aufhorchen, es war der siebte Sieg im 13. Saisonspiel. „Das Ergebnis spricht Bände“, findet Clauer, man sei vor der Qualität des Hochstellerhofs gewarnt. Die Truppe habe aber zwei Gesichter, Clauer erinnert an das 2:6 des SVH am fünften Spieltag gegen Contwig. Was den Spielleiter nachdenklich stimmt, ist die derzeit in Bottenbach vorherrschende Verletztenmisere. Schon in Contwig habe das komplette etatmäßige Mittelfeld gefehlt, mit Michael Stumpf habe sich ein weiterer Leistungsträger verletzt. „Von daher könnten wir mit einem Punkt leben“, meint Clauer. Trainer Michael Greinert vom TV Althornbach hat mit seiner Truppe zuletzt souverän in Stambach gewonnen, dieses 5:1 hievte den TVA auf den siebten Tabellenplatz. Die Althornbacher Bilanz nach 13 Spieltagen ist im grünen Bereich: Sieben Spielen stehen bei einem Unentschieden fünf Niederlagen gegenüber. Für den Althornbacher Coach ist das jetzt anstehende Spiel am Zweibrücker Hornbachstaden eine lösbare Aufgabe, die zweite VB-Garnitur ist mit einem Punkt weniger auf dem Konto Achte. „Es wird wohl die Tagesform entscheiden“, glaubt er, die VB-Zweite zählt er nach wie vor zum erweiterten Favoritenkreis der B-Klasse. Seine eigene Truppe mache ihm seit Rundenanfang Freude, weil sie sich trotz personeller Probleme schwer ins Zeug lege. „Es helfen AH-Spieler aus, die ihre Sache immer noch gut machen.“ Die Mannschaft brauche sich vor keinem anderen Verein zu verstecken, im Vergleich zu den Spitzenteams fehle bloß noch mehr Cleverness. „Wir haben den Kopf frei fürs VB-Spiel und gucken mal, was dabei rauskommt.“ Der SC Winterbach hat in seinem zwölften Saisonspiel etwas fürs Torverhältnis getan, gegen Höhmühlbach II hat die Truppe von Spielertrainer Jens Bäsel einen 8:1-Erfolg gelandet. Bäsel will das nicht überbewerten, die Höhmühlbacher seien als Vorletzter kein Prüfstein gewesen. Die SG Waldfischbach II müsse man in die Rubrik „anderes Kaliber“ einordnen. Die SG-Truppe hat bislang die Erwartungen erfüllt, liegt mit 26 Punkten aus zwölf Spielen auf Rang drei. Für den Winterbacher Spielertrainer ist das ein eindeutiger Beleg für die Qualität der Mannschaft. „Waldfischbach II ist spielerisch und läuferisch stark“, sagt er. Was ihn optimistisch stimmt, ist die über weite Strecken gezeigte Leistung seiner Mannschaft zuletzt gegen den Tabellenführer Wallhalben. Beim 1:4 habe man zumindest in der ersten Halbzeit mithalten können, sich durch Meckereien gegen den Schiri und folgende Platzverweise aber selbst geschwächt. „Wir müssen an diese Partie anknüpfen, aber die Klappe halten“, fordert Bäsel Disziplin ein. (bun)