Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Bottenbach gegen Battweiler II: Duell zweier Teams mit unterschiedlichen Problemen

Seit eineinhalb Wochen Trainer beim SV Bottenbach: Patrick Veith.
Seit eineinhalb Wochen Trainer beim SV Bottenbach: Patrick Veith.

Für den SV Bottenbach geht es am Sonntag ab 15 Uhr darum, die ersten Saisonpunkte in der B-Klasse einzufahren. Die Gäste von Battweiler II haben natürlich etwas dagegen.

Erst seit gut anderthalb Wochen ist Patrick Veith offiziell Spielertrainer des SV Bottenbach. Eine Entscheidung, die daher rührt, dass der erst im Sommer neu installierte Spielertrainer Michael Hahn schon wieder weg ist. Über die Gründe, wie es zu dem kurzen Intermezzo kam, wird geschwiegen. Vielmehr gelte es, sich auf das Wesentliche, das Sportliche zu konzentrieren. Dort Stabilität und vor allem Punkte zu bekommen. Letzteres ist dringend notwendig beim punktlosen Tabellenvorletzten der B-Klasse. Mit einem Torverhältnis von minus 40 Treffern (3:43) hat der SVB schon doppelt so viele, wie das nächste punktlose Team davor in der Tabelle. „Wir müssen es hinbekommen, den Abstand bis zur Winterpause nicht so weit ansteigen lassen, dass wir nicht da schon aussichtslos abgeschlagen sind“, beschreibt Patrick Veith die Hauptaufgabe für sich und seine Mannschaft in den kommenden Wochen. Nur dann bestände die Möglichkeit, mit Neuzugängen nachzujustieren. Seit zwölf Jahren ist der Meister für Elektrotechnik wieder bei seinem Jugendverein, die Situation momentan empfinde er sogar noch als schwerer, als in der Abstiegssaison aus der A-Klasse. „Eigentlich ist die Stimmung innerhalb des Teams gut. Wir sind eine bunte Truppe und dennoch gibt es keine Streithähne. Wir halten zusammen, wie man es von Bottenbach gewohnt ist“, betont der 36-Jährige.

Gute Trainingsbeteiligung

Massive Ausfälle in der Vorbereitung und den ersten Spielen, dadurch viele Systemwechsel und nicht zuletzt die unterirdischen Ergebnisse haben laut Veith den negativen Lauf so richtig ins Rollen gebracht. Das alles habe auf den jetzigen Kader Auswirkungen gehabt. „Die Nervosität bei den Spielern ist mit dem Anpfiff zu spüren, und wenn wir ein Gegentor kassieren, dann brechen wir auseinander.“ Dem zentralen Mittelfeldspieler macht aber Hoffnung auf Besserung, „dass momentan beständig mindestens 16 Spieler im Training sind und wir uns so gegenseitig helfen, um herauszukommen.“ Darum sieht er sich und sein Team am Sonntag nicht als chancenlos an.

Sven Heilmann, der Trainer des SV Battweiler II.
Sven Heilmann, der Trainer des SV Battweiler II.

„Am vergangenen Wochenende standen bei Bottenbach mal wieder viele Spieler auf dem Spielbericht, das war in den Wochen zuvor nicht so, das macht sie für mich schwer einschätzbar“, vermag sich Sven Heilmann, der Trainer des SV Battweiler II, nicht groß über den Gegner äußern zu können. „Ohne zu lügen, gehe ich deswegen von einem der schwersten Spiele der bisherigen Saison aus“, wagt er eine These.

Viele Ausfälle

Diese hänge aber nicht nur mit dem kaum einschätzbaren Gegner zusammen, vielmehr liegt sie beim SVB II selbst. Der Spielertrainer berichtet davon, dass es insgesamt viele Urlaubsausfälle am Wochenende beim Verein geben wird, zusätzlich zur üppigen Verletztenliste. „Da die erste Mannschaft schon Samstagabend in der Bezirksliga spielt, die logischerweise auch vorgeht, um mit genügend Spielern konkurrenzfähig zu sein und es dazu die ,nette’ 48-Stunden-Regel gibt, kann ich nur Spieler unter 21 Jahren oder über 40 Jahren am Sonntag einsetzen. Da kommen allerdings nicht so viele infrage.“

Das relativ große Spielfeld in Bottenbach komme dem SVB II weniger entgegen als der Heimmannschaft. Den Favoritenstempel drückt der 41-jährige Realschullehrer seiner Mannschaft dennoch auf. „Wenn ich die bisherigen Ergebnisse von Bottenbach sehe, dann glaube ich nicht, dass wir an dieser bisherigen Deutlichkeit anknüpfen werden.“ Heilmann rede sich und sein Team damit allerdings nicht kleiner als sie sind. „Wir werden mit einer schlagkräftigen Truppe, die in einer guten körperlichen Verfassung ist, versuchen, den größeren Willen aufzubieten und gewinnen zu wollen – bei allem anderen wäre ich auch enttäuscht.“

x