Zweibrücken Bewegende Schicksale

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Die Flüchtlinge auf dem Flugplatz haben die Zweibrücker in diesem Jahr am meisten beschäftigt. Viele Bürger nahmen Anteil am Schicksal der Menschen, die in zwei Erstaufnahme-Einrichtungen auf dem früheren Flugplatz untergebracht sind.

Wie bereits im vergangenen Jahr ist die Wahl zum Thema des Jahres auch diesmal keine Überraschung. War es 2014 die Schließung des Flughafens, die kaum einen Zweibrücker kaltgelassen hat, bewegten in diesem Jahr die Flüchtlinge, die nun dort untergebracht sind, am meisten. Die zweitmeisten Stimmen vereinte erneut das Evangelische Krankenhaus auf sich, in das auch 2015 keine Ruhe eingekehrt ist – ganz im Gegenteil. Rund 700 Menschen waren Anfang Dezember in den beiden Erstaufnahme-Einrichtungen auf dem Flugplatz untergebracht, die meisten davon stammen aus Syrien und sind vor dem dortigen Terror und Bürgerkrieg geflohen. Untergebracht sind die Menschen im ehemaligen Terminal des Flughafens. Familien und alleinreisende Frauen sind im ehemaligen Hotel Europa untergekommen. Viele Zweibrücker engagierten sich 2015 für die Flüchtlinge, deren Schicksal sie sehr bewegte, und kamen mit Spenden auf den Flugplatz. „Man kann also fest damit rechnen, dass das Krankenhaus am Himmelsberg auch im nächsten Jahr ein interessantes Thema bleiben wird. Dann wird sich auch zeigen, ob die Pläne des Krankenhausträgers aufgehen.“ Diese Zeilen zum Evangelischen Krankenhaus schrieben wir vor genau einem Jahr an genau dieser Stelle. Heute muss man sagen: Ja, das Krankenhaus blieb ein Thema und wäre ohne die Flüchtlinge auf dem Flughafen mit großem Abstand Thema 2015 geworden; und nein, das Konzept ging nicht auf. Damit die Zusammenarbeit mit der Homburger Uniklinik hätte fruchten können, wäre wohl ein längerer Atem notwendig gewesen. Doch dazu war das Haus wirtschaftlich zu angeschlagen. Auch zwischenmenschlich gab es große Probleme. Ärzte und Chefs kamen und gingen in immer kürzeren Abständen (), die Kommunikation nach innen und außen glich einem Desaster, Probleme wurden kleingeredet oder verschwiegen. Teile der Belegschaft demonstrierten im Frühjahr gegen die Berichterstattung in der Zweibrücker Rundschau, machten diese sogar für die Schwierigkeiten des Hauses verantwortlich. Doch die Berichte stellten sich als richtig heraus. Wirtschaftlich hat das Haus so große Probleme, dass nun ein Zusammenschluss mit dem Nardini-Klinikum ernsthaft diskutiert wird. So wie vor einem Jahr beim Krankenhaus braucht man auch für die nächsten Prognosen keinen Wahrsagerschein. Dass es in Zweibrücken weiterhin sehr konträr zugehen wird, zeigt ein Blick auf die Themen der Plätze drei bis sechs, die alle hausgemacht, also von der Verwaltung oder dem Stadtrat vor den Bürgern zu verantworten sind. Dass Letztgenannte sehr genau hinschauen, was da in ihrer Stadt vorgeht, zeigt die große Anzahl der Stimmen für diese Themen. Seite 2

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