Zweibrücken Berg- und Talfahrt der VTZ endet auf Platz sieben

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ZWEIBRÜCKEN. „Seuchenjahr“. Das wird das Wort sein, dass in der Geschichte der Handballer der VTZ Saarpfalz die Oberliga-Saison 2015/16 beschreiben wird. Mit kleinem Kader in die Runde gestartet, sorgten verletzungs-, krankheits- und beruflich bedingte Ausfälle von Spielern dafür, dass weder im Training noch in den Spielen über einen längeren Zeitraum Konstanz herrschte. Deshalb war die Erleichterung groß, als im Mai mit dem 30:25-Sieg gegen den TuS Dansenberg die Saison positiv zu Ende ging.

In den letzten beiden Partien der abschließenden englischen Woche zeigten die Zweibrücker Handballer noch mal, was in ihnen steckt. Auch in Mülheim und zu Hause gegen Dansenberg konnte die VTZ nicht in Bestbesetzung antreten. Aber der Zweibrücker Mini-Kader, unter anderem musste Kapitän Philip Wiese zum zweiten Mal in der Runde wegen einer schwerwiegenderen Verletzung passen, kämpfte, wollte die Saison unbedingt mit einem positiven Punktekonto und positivem Torverhältnis abschließen. „Das war großartig“, freut sich Trainer Mirko Schwarz über den versöhnlichen Abschluss seiner Zeit in Zweibrücken. Nach zweidreiviertel Jahren trennen sich die Wege von Schwarz und der VTZ. „Mit einem Kader von zwölf Mann in die Runde zu gehen, das war sehr blauäugig“, resümiert Schwarz seine letzte Runde als VTZ-Trainer. Der Kader dezimierte sich schon in der Vorbereitung: Abwehrchef Marek Galla fiel mit einer Fußverletzung fast die komplette Saison aus. In den drei abschließenden Spielen stellte er sich in den Dienst der Mannschaft und bewies, welch wichtiges, vor allem kämpferisches Element der VTZ über die Runde gefehlt hatte. Bei Linksaußen Max Ulbrich veränderte sich die berufliche Saison. Dass er in der Anfangsphase der Saison über Wochen nicht trainieren, teils auch nicht spielen konnte, schwächte die Zweibrücker. Die Reihe ließ sich beliebig fortsetzen. Und das in einer Runde, in der ohnehin die Abgänge der treffsicheren Spieler Tomas Mazar und Steffen Kiefer zu verkraften war. Es kam, wie es kommen musste: Zweibrücken verlor aufgrund dieser Gegebenheiten unnötig Spiele, blieb hinter eigenen Erwartungen – gut spielen und die Runde unter den Top Fünf abschließen – zurück. Das trug nicht unbedingt zu guter Stimmung bei, zumindest nicht zu anhaltend guter Stimmung. Die Spieler selbst waren nicht zufrieden. Aber die Mannschaft konnte die Berg- und Talfahrt wegen der personellen Situation zumindest nachvollziehen. Der Druck von außen nahm aber zu. Die Erwartungen blieben bei einigen zu hoch, und das sorgte für Enttäuschungen. Enttäuschungen bereiteten sich die Mannschaft und das engere Betreuerteam durchaus auch selbst. Vor allem mit schwachen Heimspielen wie bei der Niederlage gegen Vallendar. Es war ein symptomatisches Spiel für die Schwächen dieser Runde: In dem Spiel gelang es dem VTZ-Team über 60 Minuten auf dem Spielfeld nicht, als Mannschaft, als Einheit aufzutreten. Da wurden, mit fatalen Folgen in Form von leichten Gegentoren, in der Abwehr nicht mehr die Schritte gemacht, um dem Nebenmann zu helfen. Da passte die Abstimmung zwischen Torhüter und Abwehr nicht mehr, wurde im Angriff die Entscheidung zu schnell und oft mit dem Kopf durch die Wand gesucht. Und so lassen sich durchaus auch die Höhen erklären, die es gab. „Immer wenn wir allen Schwierigkeiten zum Trotz als Mannschaft aufgetreten sind, hat es funktioniert“, weiß Schwarz. Sieg bei den HF Illtal, Sieg in Merzig, Glanzlichter. Der Saison-Endspurt, in dem es die VTZ schaffte, Rang sieben zu halten, versöhnte. Jetzt wird ein Umbruch eingeleitet. Neben dem Trainer – für ihn kommt aus Saarlouis Danijel Grgic – verlässt unter anderem der lettische Nationalspieler Raimonds Trifanovs die VTZ. Der exzellente, manchmal etwas zu sensible Techniker hat gerade mit Lettland unglücklich die WM-Qualifikation verpasst, weil Gegner Weißrussland in den beiden Partien mehr Auswärtstore erzielte. Saison in Zahlen Platz sieben: 31:29 Punkte, 802:773 Tore - höchster Sieg: 31:18 gegen TV Nieder-Olm - höchste Niederlage: 22:32 bei der TSG Friesenheim II - beste Torschützen: Martin Mokris (146/58), Raimonds Trifanovs (127).

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