Zweibrücken Beim Wasser ist noch Luft

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Der Wasserzweckverband Sickingerhöhe/Wallhalbtal und der Werksausschuss Thaleischweiler-Wallhalben haben am Montag grünes Licht für die Pläne gegeben, die Wasserversorgung der Gemeinden Thaleischweiler-Fröschen und Rieschweiler-Mühlbach sowie die Notfallversorgung für Hermersberg und Burgalben technisch in den Wasserzweckverband einzugliedern. Auf Grundlage der Machbarkeitsstudie des Ingenieurbüros Dilger (wir berichteten am 6. Mai ausführlich) wird der Zuschussantrag gestellt.

Wird das Gesamtkonzept vollständig umgesetzt, werden Investitionen von 14 Millionen Euro ausgelöst. Auf den Wasserzweckverband, wo es laut Studie aufgrund der vorgesehenen Maßnahmen keine Gebührenerhöhungen geben wird, und im Bereich der Verbandsgemeindewerke – dort steigen die Gebühren – wären es Investitionen in Höhe von 11,3 Millionen Euro. Werkleiter Joachim Becker, zugleich Geschäftsführer des Wasserzweckverbandes, verdeutlichte, dass es bei der Entscheidung jetzt darum geht, dass der Gesamtzuschussantrag für alle Investitionen gestellt werden kann. Ob dann alle möglichen Maßnahmen auch umgesetzt werden, werde sich zeigen. Das Umweltministerium in Mainz, mit dem die Studie im Vorfeld genauso abgestimmt wurde wie mit dem Gesundheitsamt und der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd, rät, dass der Zweckverband für Planung, Bau, Betrieb und Unterhaltung der Anlagen verantwortlich zeichnet. Wird der Zuschussantrag bewilligt, werden zwischen allen beteiligten Einrichtungen – für Burgalben wären das noch die Gemeindewerke Waldfischbach-Burgalben, für Hermersberg die Verbandsgemeindewerke Waldfischbach-Burgalben – Verträge abgeschlossen. Mit dem Zuschussantrag wird der Antrag auf vorzeitigen Baubeginn gestellt. Die Projektphase betrüge etwa fünf Jahre. Von einer win-win-Situation hatten alle Beteiligten bei der Vorstellung der Studie Anfang Mai gesprochen. Der Wasserzweckverband, der seit 2009 einen jährlichen Rückgang der verkauften Wassermenge von 80 000 Kubikmeter verzeichnet, würde seinen Absatz erhöhen, beim Wasserwerk Thaleischweiler-Fröschen, hatte der Leiter des Gesundheitsamtes, Heinz-Ulrich Koch, deutlich gemacht ist es „fünf vor zwölf“, um Maßnahmen zu ergreifen, um die Trinkwassersicherheit für die Bürger in Thaleischweiler-Fröschen zu sichern. Noch viel schlechter, hatte Koch deutlich gemacht, ist der Zustand der Trinkwasserversorgung in Burgalben. Bedenken äußerte bei beiden Sitzungen Berthold Martin, der sich bei der Abstimmung in beiden Gremien auch enthielt, während alle anderen Vertreter zustimmten. Er hält die Vorgehensweise für falsch. Bevor man das Gebiet ausweitet, müsse man erst einmal Versorgungssicherheit im bestehenden Gebiet des Wasserzweckverbandes herstellen. Die sieht er, mit Verweis auf die Studie, als nicht zwingend gegeben. In der Studie werde darauf hingewiesen, dass die Leistung der drei vorhandenen Wasserversorgungseinrichtungen – Kneispermühle, Knopper Mühle und Erlenmühle zurückgehen kann. Bis zu 30 Prozent seien denkbar. Dann könne selbst im aktuellen Gebiet des Wasserzweckverbandes der Spitzenbedarf nicht mehr abgesichert werden. Aktuell sei es so, dass der Spitzenbedarf am absolut heißesten Tag bei 3852 Kubikmeter Wasser gelegen habe, die der Wasserzweckverband abgegeben habe, entgegnete Werkleiter Joachim Becker. Der Wasserzweckverband habe die Genehmigung, 4200 Kubikmeter täglich zu verkaufen, und sei technisch in der Lage, sogar 4300 Kubikmeter Wasser täglich als Trinkwasser aufzubereiten. „Wir würden das Konzept nicht vorlegen, wenn wir nicht noch Luft hätten, um diese Mengen zu verkaufen“, sagte Becker. Kommt die Lösung mit Hermersberg zustande, komme noch ein Brunnen dazu, der in die Ringlösung eingebunden sei. (add)

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