Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Bei Hallenturnier verletzt – So reagiert die Stadt

Vorher: In die metallene graue Konstruktion unter den gelben Sitzschalen in der Zweibrücker Ignaz-Roth-Halle war bei Fußball-Sta
Vorher: In die metallene graue Konstruktion unter den gelben Sitzschalen in der Zweibrücker Ignaz-Roth-Halle war bei Fußball-Stadtmeisterschaften Ende Januar 2025 ein Jugendspieler gekracht.

Im Januar war bei den Hallenstadtmeisterschaften ein Jugendspieler in die Tribüne der Ignaz-Roth-Halle gekracht und hatte sich verletzt. Jetzt ändert sich ganz schnell was.

Am 26. Januar war das Turnier der C-Jugendlichen abgebrochen worden, nachdem der Ixheimer Spieler Lenan Hajdarovic nach einem Zweikampf in den Metallunterbau der ausfahrbaren Tribüne in der Ignaz-Roth-Halle gekracht war und sich am rechten Knie verletzt hatte. Der U15-Kicker wurde dabei vom Torwart des FK Pirmasens mit einem Check vom Ball getrennt und flog dann, mit dem Rücken zum Tor und dem Gesicht zum Publikum, nach vorne weg und dann „rutschte er voll mit beiden Füßen und Knien unter die erste Reihe der Zuschauersitze, in den Metallunterbau“, berichtete seine Trainerin Alexandra Papke damals. „Es war eine Verstrickung unglücklicher Zufälle. Da ist einfach alles zusammengekommen“, fand sie. Das Turnier wurde abgebrochen.

Allerdings ließ der Unfall Ixheims U15-Trainerin hinterher keine Ruhe. Sie nahm Kontakt zum städtischen Sportamt auf. Ihre Frage: Lässt sich baulicherseits die Unterkonstruktion der Tribüne nicht so verändern, dass so ein Vorfall wie der mit ihrem Spieler nicht mehr passieren kann? Die Stadt nahm die Anregung der SVI-Trainerin dankend auf.

Zwei Varianten an Sockelblenden zum Testen

Auch wenn die 1988 erbaute Ignaz-Roth-Halle technisch auf dem richtigen Stand ist. Christine Brunner von der städtischen Pressestelle bestätigte damals nach dem Turnier, dass die gesetzliche Unfallversicherung bei einer Tribüne ohne Bande (so wie in der Ignaz-Roth-Halle) einen Mindestabstand von einem Meter zum Spielfeldrand vorschreibe. In der Halle in der Landauer Straße betrage der Abstand sogar 2,50 Meter, also 1,50 Meter mehr. So wurde sie nach dem Bau geprüft und abgenommen.

„Weil die Sicherheit der Sportlerinnen und Sportler bei uns an erster Stelle steht“, so Brunner, wurde aber in der Folge das Bauamt beauftragt, die Öffnungen unterhalb der ersten Sitzreihe (zwischen der Unterkante der gelben Sitzschalen und dem Turnhallenboden) vollständig zu verschließen. Im Prinzip wie bei einer Sockelblende am Fuß einer Küchenzeile.

Arbeiten werden in Osterferien fertiggestellt

Dazu wurde ein ortsansässiger Schreiner beauftragt. Der fertigte zunächst zwei weiße Muster an, die zum Test an der Tribüne in der Halle angebracht wurden. Einer der „Prototypen“ ging bis zum Hallenboden, ließ nur einen kleinen Lüftungsschlitz offen, der andere endete ein gutes Stück darüber. Wie Stadt-Pressesprecher Jens John mitteilte, habe sich die Stadt dann für die größere Variante entschieden, die mehr von der Unterkonstruktion abschließt.

Ursprünglich sollte die Verbesserung zum Start der Hallenfußball-Saison 2025/26 umgesetzt sein. Jetzt geht es doch viel schneller. „Am 12. März sind die ,Sockelblenden’ geliefert worden, die wurden noch farblich an das Anthrazit der Unterkonstruktion angepasst“, berichtet John. In den Osterferien, wenn der Schulsportbetrieb und teilweise auch der Ligenbetrieb ruht, sollen sie Blenden nun angebracht und fertiggestellt werden. Die neuen Blenden werden laut John fest installiert und bleiben an der Tribüne dran, müssen zum Aus- und Einfahren nicht abgenommen werden.

Nachher: Den Vorschlag, den Tribünenbereich mit einer Blende zu verdecken, hat die Stadt aufgegriffen. Hier sieht man zwei „Test
Nachher: Den Vorschlag, den Tribünenbereich mit einer Blende zu verdecken, hat die Stadt aufgegriffen. Hier sieht man zwei »Test«-Varianten, die Stadt hat sich für die rechte entschieden, die fast bis zum Boden reicht. In den Osterferien werden die Umbauarbeiten angegangen.
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