Zweibrücken / Contwig RHEINPFALZ Plus Artikel Bald kann man wieder den ganzen Tag ins Freibad

In Vor-Corona-Zeiten herrschte 2019 im Freibad reger Betrieb. Derzeit dürfen maximal 75 Personen gleichzeitig ins Becken.
In Vor-Corona-Zeiten herrschte 2019 im Freibad reger Betrieb. Derzeit dürfen maximal 75 Personen gleichzeitig ins Becken.

Sonne pur, Freibadwetter, und die coronabedingten Einschränkungen werden weiter zurückgenommen. Ab Samstag dürfen mehr Personen ins Zweibrücker Freibad. Und sie dürfen sich länger auf dem Gelände aufhalten. Das Contwiger Freibad zieht exakt eine Woche später nach.

Ab Samstag, 19. Juni, dürfen deutlich mehr Besucher ins Freibad an der Schließ. Statt jeweils 300 in einer Vormittags- und einer Nachmittagsschicht können Ende der Woche bis zu 700 Badegäste gleichzeitig das Zweibrücker Freibad aufsuchen. Und sie dürfen den ganzen Tag bleiben. Wie Stadtwerke-Geschäftsführer Werner Brennemann am Mittwoch informierte, hat das der Stadtwerke-Aufsichtsrat so beschlossen. Die 22. Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes Rheinland-Pfalz, die bis 20. Juli gültig ist, lasse diese Erleichterungen für die Besucher zu. Das Hygienekonzept, das die Nutzung der Gemeinschaftseinrichtungen wie Umkleiden und Duschen regelt, sei mit der Stadtverwaltung als Kreisordnungsbehörde abgestimmt worden.

Das Ticket gilt dann für den ganzen Tag

In der vergangenen Saison und auch seit der Öffnung des Freibads am 2. Juni gab es täglich zwei Öffnungszeiten von 10 bis 14 Uhr und nach einer Stunde Pause samt Desinfektion der sanitären Anlagen eine zweite Schicht von 15 bis 19 Uhr. Das ist ab Samstag vorbei. Dann gibt es 700 Tagestickets – Erwachsene zahlen 3,50 Euro, Kinder und Jugendliche 2,50 Euro –, und die Besucher können für den gleichen Eintrittspreis wieder den ganzen Tag auf dem Gelände bleiben.

Die Eintrittskarten müssen sie aber weiterhin im Voraus – maximal vier Tage – über die Internetseite freibad-zw.de als Online-Ticket kaufen. „Dieses System wollen wir beibehalten, weil wir weiterhin die Kontaktdaten der Besucher erfassen müssen“, erklärt Brennemann. Das sei so am einfachsten und führe nicht zu einer Schlangenbildung am Freibadeingang. Wenn die 700 Tagestickets noch nicht vergriffen sind, könne man im Ausnahmefall auch Eintrittskarten an der Kasse erhalten. Damit komme man vor allem älteren Badegästen entgegen, denen es schwer falle, die Tickets online zu erwerben, meint der Stadtwerke-Chef.

Wieder Boule und Tischtennis

Im Schwimmerbecken und im Nichtschwimmerbecken dürfen sich maximal 75 Personen gleichzeitig aufhalten. Und den Bouleplatz und die Tischtennisplatte können die Besucher ab Samstag nach langer Zeit wieder nutzen. Diese Beschränkungen sind nach Angaben des Stadtwerke-Chefs aufgehoben. Die Spielflächen für Volleyball, Fußball und Basketball müssten allerdings weiter geschlossen bleiben. Der Kinderspielplatz und die Rutschen sind geöffnet, und die Schließfächer können auch wieder genutzt werden. Selbst das Aquajogging ist unter Einhaltung der Abstandsregeln wieder erlaubt. Ein Mund-Nasen-Schutz muss zwar nicht mehr auf dem Weg zu den Umkleiden und Toiletten getragen werden, man muss ihn aber dabei haben, denn auf den Toiletten und in den Umkleiden ist er erforderlich.

Nach Auskunft von Brennemann haben seit der Eröffnung am 2. Juni bis einschließlich Montag dieser Woche, also an den ersten 13 Tagen, 2900 Badegäste das Zweibrücker Freibad besucht. Das Contwiger Warmfreibad Con Aqua hatte zwei Tage nach dem Zweibrücker eröffnet, die Gästezahl war gestern nicht zu erfahren. Die zwei Schwimmzeiten täglich, die von 9 bis 13 und 15 bis 19 Uhr angeboten werden – dazwischen wird das Bad gereinigt und desinfiziert –, gelten für Contwig eine Woche länger.

Contwig braucht mehr Vorlauf

Wie Verbandsbürgermeister Björn Bernhard auf Anfrage mitteilte, ändert das Contwiger Bad – dort kostet der Eintritt drei Euro, ermäßigt zwei Euro – zwar ebenfalls die Öffnungszeiten und die Anzahl der gleichzeitig zugelassenen Badegäste auf 700, allerdings erst am Samstag kommender Woche. „Wir brauchen da personell etwas mehr Vorlauf, weil wir mit Schülern und Studenten arbeiten“, erklärt Bernhard. Ab 26. Juni ist das Bad dann von 10 bis 19 Uhr geöffnet. „Wir hätten von der Fläche her zwar mehr als die bisher zugelassene Anzahl an Besuchern ins Freibad lassen können, aber da deutlich weniger ins Becken dürfen, haben wir das beschränkt“, meint Bernhard. Er verweist darauf, dass der angrenzende, kostenlose Wasserspielplatz für manche, die wegen der Maximalzahl nicht mehr ins Bad kommen, eine Alternative sein kann. Der Wasserspielplatz sei wahrlich gut besucht.

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