Zweibrücken Autonom gibt’s mehr Punkte

Begeistern sich für Technik und Programmieren: Lehrer Marc Sadowski (von links) mit seinen Schülern Niels Post, Dennis Sylejmani
Begeistern sich für Technik und Programmieren: Lehrer Marc Sadowski (von links) mit seinen Schülern Niels Post, Dennis Sylejmani, Jonathan Dingler, Leon Heinrichs und Justin Leist von der Roboter-AG der Mannlich-Realschule plus.

Die Roboter-Arbeitsgemeinschaft (AG) der Mannlich-Realschule plus hat sich für das Deutschlandfinale der „VEXIQ Challenge Next Level“ qualifiziert. Am 22. Februar treten die Schüler in Berlin an. Gewinnen sie auch dort, geht es zum weltweiten Finale in die USA. Mit dabei beim Deutschlandfinale ist auch die Roboter AG der Integrierten Gesamtschule (IGS) Contwig.

Beim Wettbewerb müssen die Roboter verschiedene Aufgaben möglichst schnell und elegant bearbeiten. Laut Marc Sadowski, der die AG an der Mannlich-Realschule leitet, werden diese jedes Jahr vorm jeweiligen Wettbewerb neu gestellt. Auf Basis dieser Aufgaben werde dann der Roboter konstruiert – etwa mit bestimmten Bauteilen und Sensoren ausgestattet, wenn es darum geht, etwas aufheben zu müssen. Danach folgt die Programmierung. Je nach Aufgabe wird der Roboter ferngesteuert oder muss autonom arbeiten. Im Wettbewerb wird dann deutlich, wer an der Robotersteuerung die ruhigeren Finger und besseren Nerven hat, aber auch, wie gut der Roboter im Vorfeld programmiert wurde. Die AG in der Mannlich-Realschule gibt’s seit knapp drei Jahren. „Auslöser war vor allem die Digitalisierung“, so Sadowski. Dem Lehrer zufolge gibt es viele Wege, moderne Technik ins Klassenzimmer zu bringen. Die Roboter-AG ist aber für Jugendliche, die in Sachen Technik und Programmieren schon weiter sind als ihre Mitschüler, eine Möglichkeit, ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Aus schulischer Sicht kommt hinzu, dass laut Sadowski die AG als eine Art Pilotprojekt genutzt werden kann, um zu schauen, wie man die Roboter später in den Unterricht integrieren kann. Zehn Schüler, zwischen zwölf und 16 Jahre alt, wirken in der AG mit. Allerdings ist sie „leider eine reine Jungs-AG“, sagt Sadowski. Bisher seien alle Bemühungen gescheitert, das Interesse von Mädchen an der AG zu wecken. Neben der Mannlich-Realschule plus hat sich auch die IGS Contwig mit einer Dreiergruppe aus ihrer Roboter-AG für das Deutschlandfinale der „VEXIQ Challenge Next Level“ qualifiziert – sowohl im Einzel- als auch im Teamwettkampf, den beide Schulen gemeinsam gewonnen haben. Laut Lehrer Nils Hoffmann, der die AG an der IGS leitet, habe sich im Team mit der Mannlich-Realschule plus dank eines starken Teamgeists durchgesetzt. Hoffmann ist besonders stolz auf die Dreiergruppe, weil sie mit einem relativ neuen System die Gesamtschule von Rockenhausen geschlagen hat. Die habe seit mehr als zehn Jahren eine Roboter-AG. Im Einzelwettbewerb habe der Roboter der IGS überzeugen können, da er laut Hoffmann in der Lage war, völlig allein zu agieren, was zusätzliche Punkte brachte. Anders als in der Mannlich-Realschule plus ist die Roboter-AG der IGS – diese gibt es seit dreieinhalb Jahren, verrät Hoffmann – stark gefragt. Laut Hoffmann gab es dieses Jahr über 30 Bewerbungen von Schülern – bei 14 offenen Plätzen. Deshalb gibt’s Überlegungen, eine zweite Roboter-AG ins Leben zu rufen. Sowohl das Team der Mannlich-Realschule plus als auch das der IGS haben nicht vor, sich auf den Lorbeeren auszuruhen. Beide Teams wollen nun auch in Berlin gewinnen – sowohl mit-, aber auch gegeneinander.

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