Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Auswärts ist bei der SG Zweibrücken der Wurm drin

Zweibrückens Halbrechter Tom Ihl (links, hier gegen Bingen) ging schon angeschlagen ins Spiel bei den Handballfreunden Illtal.
Zweibrückens Halbrechter Tom Ihl (links, hier gegen Bingen) ging schon angeschlagen ins Spiel bei den Handballfreunden Illtal.

Auf ein „Fast-Heimspiel“ hatte die SG Zweibrücken bei den HF Illtal gehofft, um den Auswärtsfluch zu besiegen. Daraus wurde nichts. Am Ende fuhr nur ein Zweibrücker zufrieden nach Hause.

Zweieinhalb Minuten vor dem Spielende keimte bei den Handballern der SG Zweibrücken noch mal kurz Hoffnung auf. Rückraumspieler Joshua Eberhard verkürzte in der Regionalliga-Partie bei den HF Illtal auf 25:26. Aber der Funke Hoffnung verglomm schnell. Die Zweibrücker konnten wie in den 58 Minuten zuvor auch in der Schlussphase ihre Torchancen nicht nutzen. Illtal siegte 28:25 (16:13).

Zwei Statements des Pesic-Teams

Ein Zweibrücker durfte dagegen zufrieden nach Hause in die Rosenstadt fahren: Mirko Pesic, Trainer der Illtaler Handballer, der in Zweibrücken wohnt. Seine Mannschaft hatte binnen vier Tagen nun gleich zwei Statements gesetzt – am Donnerstag den TV Homburg aus dem Saar-Pokal geworfen, am Sonntag die SG Zweibrücken in der Liga geschlagen.

Die übrigen Zweibrücker, die den Sonntagabend in der Eppelborner Halle verbrachten, dürften – sofern sie nicht Pesic die Daumen gedrückt hatten – unzufrieden gewesen sein. Wie SG-Trainer Klaus-Peter Weinert. „Wir hätten schon mit der ersten Aktion in Führung gehen müssen und hätten genügend Chancen gehabt, die mögliche Führung schnell auszubauen“, resümierte er den misslungenen Spielauftakt. Denn Illtal legte dann durch den sechsfachen Torschützen Florian Westrich vor, ließ noch den 1:1-Ausgleich durch Nico Becker zu und zog auf 3:1 (7.) weg.

Unzählige Chancen

Diese Führung gaben die Gastgeber im gesamten Spielverlauf nicht mehr ab. „Wir hatten unzählige Chancen, um auszugleichen. Wir haben sie nicht genutzt“, konstatierte Weinert. Nicht nur, dass die Abschlüsse schwach waren, „wir haben uns oft auch Würfe aus Positionen genommen, die nicht aussichtsreich waren“, bilanzierte Weinert. Dazu kamen technische Fehler. Das machte in Summe die dritte Niederlage im dritten Auswärtsspiel. „Auswärts ist momentan wirklich der Wurm drin“, stellte Weinert fest.

Was wie immer gestimmt habe: die kämpferische Leistung. Aber das reiche nicht, um auswärts zu punkten. 9:6 führte Illtal, als Zweibrücken durch einen Strafwurf von Max Kroner und durch Beckers zweites Tor auf 8:9 verkürzen konnte (18.). Wieder klappte es mehrmals nicht, den Ausgleich zu erzielen oder gar in Führung zu gehen.

Jahns erstes Tor für Zweibrücken

Immer wieder nutzte Illtal die Zweibrücker Abschlussschwäche, zog beispielsweise auf 19:14 (38.) davon. Immer wieder arbeitete sich die SG heran. Neuzugang Stephan Jahn, der kurz vor der Halbzeit sein erstes Tor für Zweibrücken erzielt hatte, verkürzte mit seinem zweiten Treffer für die SG auf 15:19. Zwei Tore von Regisseur Nils Wöschler, dazwischen ein Tor von Linksaußen Nico Graeber – und die SG war auf 18:19 (41.) heran. Jahn kam bereits bei seinem Debüt für die Zweibrücker zu vielen Spielanteilen, da der gesetzte Mann im rechten Zweibrücker Rückraum, Tom Ihl, gesundheitlich angeschlagen war und frühzeitig vom Feld musste.

Es blieb bis zum 26:25 für Illtal ein enges Spiel. Kurz nachdem Eberhard den Abstand auf ein Tor reduziert hatte, musste SG-Abwehrchef Tom Grieser dann aber mit seiner dritten Zeitstrafe vom Feld. Den sich so bietenden Raum nutzte Illtal. Der sechsfache Torschütze Till Pankuweit setzte mit seinem sechsten Treffer zum 28:25 den Schlusspunkt. Und drei Tore in einer Minute zu erzielen – im Handball durchaus mal machbar – war für die abschlussschwachen Zweibrücker am Sonntag unmöglich.

SO SPIELTEN SIE

SG Zweibrücken: Dentzer, Zajac (ab 31.) - Ihl (3), Wöschler (9/2), Eberhard (4) - Becker (2), Eisel - Grieser (2) – Kroner (1/1) Graeber (2), Hammann, Jahn (2), Leufke, Reitz.

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