Leichtathletik RHEINPFALZ Plus Artikel Australierin Mitchell sagt kurzfristig für Zweibrücker Meeting zu

Ein spektakulärer Coup: Ganz kurzfristig sagte noch die Australierin Kathryn Mitchell für das Zweibrücker Meeting zu.
Ein spektakulärer Coup: Ganz kurzfristig sagte noch die Australierin Kathryn Mitchell für das Zweibrücker Meeting zu.

So schnell kann es manchmal gehen: Am Donnerstagmorgen wusste Alexander Vieweg, Vorsitzender des LAZ Zweibrücken noch nichts von seinem Glück, abends war er schon auf dem Weg zum Frankfurter Flughafen. Und holte dort die australische Speerwerferin Kathryn Mitchell und ihren Trainer Uwe Hohn fürs Zweibrücker Meeting „Sky’s the Limit“ ab.

„Mit Uwe Hohn bin ich schon seit fünf Jahren in Kontakt, dass er mal kommen soll. Leider hat es bis jetzt nie geklappt“, sagt Vieweg, der die DDR-Legende schon aus seiner eigenen Zeit als aktiver Speerwerfer kennt. Hohn war nach seiner aktiven Karriere Nationaltrainer in Katar, China und Australien. Und er trainierte auch Neeraj Chopra, Olympia-Sieger im Speerwurf der Spiele 2021 in Tokio.

Hohns Jahrhundertwurf auf über 100 Meter

Bekannt ist der heute 59-jährige Hohn aber nicht dafür, sondern für einen Jahrhundertwurf. Am 20. April 1984 warf er den Speer im Berliner Jahnstadion fast auf die andere Seite des Rasens, auf 104,80 Meter. Das gilt immer noch als „ewiger Weltrekord“. Bilder davon gibt’s noch auf Youtube. Kurz darauf führte der Leichtathletik-Weltverband aus Sicherheitsgründen einen neuen Wettkampfspeer mit verändertem Schwerpunkt ein, der schneller absinkt. Mit dem neuen, jetzigen Speer hält der Tscheche Jan Železný seit 1996 den Weltrekord mit 98,48 Meter.

Uwe Hohn war mit seinem Schützling Kathryn Mitchell aus Australien gerade in Finnland, wo die Möglichkeiten zum Werfen aber nicht gut waren. Also eine schnelle Kehrtwende, und auf in die Westpfalz! Die 39-jährige Mitchell nahm an drei olympischen Finals teil, belegte zuletzt in Tokio Platz sechs mit 61,82 Meter. Ihre Bestmarke aus dem Jahr 2018 liegt bei 68,92 Meter. Sie wird also am Samstag ab 17 Uhr ein Wörtchen mitreden im Kampf um den Tagessieg vor allem gegen LAZ-Werferin Christin Hussong, Katharina Bauer und die Österreicherin Victoria Hudson. „Ich freue mich auf mein Heim-Meeting. Es ist immer schön, vor den eigenen Familie und Freunden zu werfen“, sagt Hussong.

Stabhochsprung-Nachwuchs ist am Sonntag dran

Gleichzeitig mit dem Speerwurf der Frauen läuft der Stabhochsprung der Männer mit Lokalmatador Raphael Holzdeppe und unter anderem den Landauern Oleg Zernikel und Lamin Krubally. Die Stabhochsprung-Frauen eröffnen den Wettkampftag im Westpfalzstadion um 15 Uhr. Hier ist die Schwedin Michaela Meijer Favoritin. Der Eintritt ist frei, für Essen und Trinken bei erwartet hohen Temperaturen ist gesorgt. Auch einen Internet-Livestream bei Sportdeutschland.TV gibt es wieder.

Am Sonntag nimmt dann die Spitze des deutschen Nachwuchses die Stäbe in die Hand. Ab 12 Uhr geht es für rund 60 Athleten (19 vom LAZ) an zwei Anlagen um das Erfüllen der Normen für die U18-Europameisterschaften in Jerusalem und die U20-Weltmeisterschaften in Cali. Der zweite Wettkampf startet um 15.30 Uhr.

x