Zweibrücken Ausbau soll auf mittlerer Trasse weitergehen

Erst nächstes Jahr wird der Rest des vierspurigen Abschnitts der Bundesstraße bei Hinterweidenthal fertiggestellt.
Erst nächstes Jahr wird der Rest des vierspurigen Abschnitts der Bundesstraße bei Hinterweidenthal fertiggestellt.

Im kommenden Jahr werden die letzten Meter des vierspurigen Ausbaus der B 10 bei Hinterweidenthal fertiggestellt, versicherte der Leiter des Landesbetriebs Mobilität (LBM) in Kaiserslautern, Richard Lutz, am Montag in seinem Vortrag bei der Pirmasenser Bürgerinitiative „B 10 Vier Spuren jetzt“.

Bis zum Sommer wolle man beim LBM entscheiden, welche Trasse der Abschnitt Hinterweidenthal bis Hauenstein nehmen wird. Hier habe ein Vorschlag aus Hauenstein für eine Trassenführung weiter südlich bis zur Felsnase für Verwirrung gesorgt. Würde diesem Vorschlag gefolgt, wäre die Planung für den dreispurigen Ausbau im Bereich Felsnase, für die bald Baurecht vorliegen könnte, hinfällig. Dann müsste die Planung für den Bereich Felsnase aufgegeben und bis zum vierspurigen Ausbau verschoben werden, sagte Lutz. Der LBM-Leiter favorisiert von den drei möglichen Varianten (wir präsentierten die Varianten ausführlich am 30. November) die mittlere, die großteils auf der bestehenden Trasse verlaufen soll, am Katharinenhof nach Süden abschwenkt und vor der Felsnase auf die alte Trasse zurückkehrt. Diese Variante habe klare Vorteile und bringe auch für die Natur eine Verbesserung. Der Bach könne wieder freigelegt werden, nannte Lutz einen ökologischen Pluspunkt. Die Eingriffe in den Wald seien deutlich geringer als bei der Südtrasse. Noch in diesem Jahr werde der vierspurige Ausbau zwischen A 65 und Landau-Godramstein starten. „Das wird eine ganz komplizierte Sache bei dem Verkehrsaufkommen“, meint Lutz, der eine Bauzeit von sechs Jahren für diesen Abschnitt veranschlagt. Unter anderem müssten dort alle Brücken abgerissen und neu aufgebaut werden. In Vorplanung sei der Abschnitt Godramstein bis Queichhambach. Hier bereite die Anschlussstelle für Birkweiler Probleme und müsse noch mal überplant werden. Problematisch sei die Planung für die Tunnel bei Annweiler wegen der unbedingt erforderlichen Anbindung an die B 48. Der zweite Tunnel für die Fahrtrichtung Pirmasens müsse weit in den Berg hineingelegt werden, womit der Bau einer Anschlussstelle fast unmöglich werde, schilderte Lutz die Problemstellung hier. Zudem habe die Aufsichtsbehörde verfügt, dass ein Raumordnungsverfahren nötig werde. Offene Fragen gebe es auch wegen des Abschnitts von Hauenstein bis Rinnthal vor allem im Bereich von Wilgartswiesen. Richard Lutz favorisiert hier eine neue B-10-Trasse südlich der bestehenden.

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